Salzwedel l In gut acht Wochen beginnt die Adventszeit. Und dann wird es wieder einen Weihnachtsmarkt in Salzwedels Innenstadt geben. Dazu hatten sich die Organisatoren von der Salzwedeler Werbegemeinschaft noch Ende vergangenen Jahres bekannt. Trotz der Querelen um den Standort auf dem Rathausturmplatz und der Kritik daran aus den Reihen der Händler und zum Teil auch aus der Bevölkerung.

Wenn es nach den Mitgliedern der Stadtratsfraktion Freie Liste geht, sollen Stände, Buden, Fahrgeschäfte und weitere vorweihnachtliche Attraktionen wieder auf dem Marktplatz zu finden sein. Und nicht wie in den vergangenen zwei Jahren auf dem Rathausturmplatz und den anliegenden Straßen. Für den Fraktionsvorsitzenden Nils Krümmel gibt es gleich mehrere Gründe, die dafür sprechen. Der wichtigste Anlass für die Stadträte der Freien Liste, dahingehend aktiv zu werden, sei aber, dass es der Wunsch vieler Bürger sei. „Es ist mehrfach an uns herangetragen worden“, sagte er im Gespräch mit der Volksstimme.

Diskussion verfolgt

Im vergangenen Jahr habe er die Diskussion intensiv verfolgt, sowohl medial und auch in vielen Gesprächen mit Salzwedelern. „Etwa zwei Drittel der Leute haben sich für den Marktplatz ausgesprochen“, betont er. Damit das Thema noch rechtzeitig besprochen werden kann, habe seine Fraktion kurzfristig den Antrag in den Marketingausschuss eingebracht, der Dienstagabend um 18 Uhr im Hansezimmer des Rathauses zusammenkommt.

Die Freie Liste beantragt eine Rückverlegung auf den Marktplatz und begründet dies unter anderem damit, dass die Sicherung und Überwachung des Geschehens dort viel einfacher und kostengünstiger sei. Zudem ließen sich die im vergangenen Jahr kritisierten Interessenskonflikte mit den rund um den Rathausturm-platz ansässigen Ladenbesitzern vermeiden.

Keine Barrikaden

„Auf dem Marktplatz muss keine Lkw-Barrikade aufgebaut werden, weil dort überhaupt keine Lkw hinkommen“, betont er. Zudem biete der Marktplatz eine größere zusammenhängende Fläche. Auch die Händler, mit denen er gesprochen habe, seien für den Standort am Bürgercenter. Wenn ein Einbeziehen der Burgstraße gewünscht sei, könne er sich dies im Bereich des Burggartens vorstellen.

Jost Fischer, Chef der Werbegemeinschaft, sagte auf Volkssimme-Anfrage, dass er in der Sitzung des Ausschusses zu dem Antrag der Freien Liste Stellung nehmen wolle. Ihm sei bereits Rederecht eingeräumt worden.

Kein Autoscooter

Schon bei der Auswertung des Weihnachtsmarktes 2018 in einer Sitzung im Frühjahr hatte Fischer angekündigt, die Neuperverstraße nicht wieder für den Verkehr sperren zu wollen. Auch auf den Autoscooter soll in diesem Jahr verzichtet werden. Er passe nicht auf einen eher kleinen Markt wie in Salzwedel und erzeuge kein weihnachtliches Flair, hatten Besucher bemängelt. Geschäftsinhaber hatten vorgeschlagen, die Burg- und weitere Innenstadtstraßen einzubeziehen.