Salzwedel l Es waren vor allem drei Punkte, die den Kritikern des Weihnachtsmarktes im vergangenen Jahr sauer aufgestoßen sind: Zum einen die Sperrung der Neuperverstraße für die Dauer der Veranstaltung, dann der große Autoscooter, der auf dem Platz aufgebaut worden war, und zum dritten der Standort.

Die Kritik hat deutliche Spuren und auch die eine oder andere Narbe hinterlassen. Donnerstagmorgen hatte sich die Werbegemeinschaft getroffen, um unter anderem Bilanz über die 16 Tage dauernde Veranstaltung zu ziehen. Auch mit Bürgermeisterin Sabine Blümel sei im Vorfeld gesprochen und danach Konsequenzen gezogen worden. „Zeitpunkt und Standort werden bleiben. Es macht keinen Sinn, ständig den Platz zu wechseln, wir bleiben da, wo wir sind. Dagegen wird es in diesem Jahr keine Sperrung mehr der Neuperverstraße vom Schrangen bis Reichestraße geben“, sagte Jost Fischer, Chef des Zusammenschlusses der Salzwedeler Gewerbetreibenden, auf Anfrage der Volksstimme. Lediglich der Schwerlastverkehr bleibt aus dem Gebiet verbannt.

Kein Autoscooter mehr

Obwohl der Autoscooter gut angenommen worden und der Anbieter sehr zufrieden gewesen sei, wird es das Angebot beim Weihnachtsmarkt 2019 – er wird vom 29. November bis 15. Dezember ausgerichtet – nicht mehr geben. Erneut anbieten möchte Fischer gerne das Augsburger Zelttheater, das beim jungen Publikum für viel Begeisterung gesorgt hatte. „Wir sind momentan immer noch dabei, Ideen und mögliche Attraktionen zu sammeln. Dazu gehört auch ein Zirkus. Genaueres werden wir bei unserer Jahreshauptversammlung am Dienstag, 16. April, besprechen“, sagte Fischer.

Insgesamt gesehen „müssen wir als Werbegemeinschaft und als Ausrichter des Marktes das aushalten, was so alles auf uns einprasselt“. Allerdings ist deutlich zu spüren, dass der Rücktritt von Marktmeister Otto Wüstemann dem Verein zu schaffen macht. Denn bislang ist ein Nachfolger noch nicht in Sicht.

Mehr in der Breiten Straße

So ist auch besprochen worden, die Märchenstände, die besonders von Kindern gerne besichtigt werden, etwas weiter in die Breite Straße zu schieben, um die Situation im Kernbereich etwas zu entzerren. Auch das Puppentheater, von Händlern, Handwerkern und anderen Sponsoren finanziert, könnte in diesem Bereich einen neuen Standort erhalten.