Arendsee l Pünktlich um 10 Uhr überraschten die Kinder der Kindertagesstätte „Seeperle“ die zahlreichen Besucher der Veranstaltung mit einem kleinen gelungenen Programm. Mit dabei waren neben Landrat Michael Ziche auch Vertreter des Kreis-, Land- und Bundestages sowie Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Tho- mas Webel, der Präsident der Landesbaubehörde, Uwe Langkammer, Manfred Krüger, der Regionalleiter der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) in Stendal, und Arendsees Bürgermeister Norman Klebe.

„Hiermit ist eines der größten Vorhaben dieses Jahres im Norden unseres Landes rechtzeitig vor Einbruch des Winters abgeschlossen. Der Verkehr kann jetzt sicherer auf der Landesstraße 1 rollen“, erklärte Webel bei der Freigabe. Außerdem sei der Luftkurort nun noch schöner und bereit, zahlreiche Touristen zu empfangen.

Kosten: 1,5 Millionen Euro

Es seien knapp anderthalb Millionen Euro in das gemeinschaftliche Vorhaben des Landes (rund 775 000 Euro), der Stadt Arend- see (etwa 310 000 Euro) und des Wasserverbandes Stendal-Osterburg (303 000 Euro) investiert worden, teilte Webel mit.

Von dem Geld wurde die Straße in zwei Bauabschnitten, beginnend am Abzweig „Dessauer Worth“ bis zum Bahnübergang, auf einer Länge von 325 Metern grundhaft ausgebaut und auf 6,70 Meter verbreitert. Dabei sind die Straßenränder mit Borden aus Beton befestigt und Parkstreifen angelegt worden. Auch ein Gehweg aus Betonsteinpflaster und zwei moderne Haltestellen mit Leitstruktur für sehbehinderte Personen am Bordstein sind neu entstanden.

Dank an die Anlieger für ihr Verständnis

Weiterhin wurden die Zufahrten im Zuge der Sanierungsmaßnahme ertüchtigt und die Straßenbeleuchtung erneuert. Die Erneuerung der Trinkwasserleitung sowie aller Hausanschlüsse für Trink- und Schmutzwasser ist ebenfalls erfolgt. In Kürze sollen entlang der Straße noch Bäume gepflanzt werden, die, dann das Vorhaben komplettieren.

Langkammer erinnerte in seiner Eröffnungsrede daran, dass beim Bau der Straße eine Vielzahl von Einflüssen beim Bau beachtet werden mussten. So etwa geologische Besonderheiten wie das sehr oberflächennahe Grundwasser oder die berechtigten Interessen der Anlieger. Daher bedankte er sich und anschließend auch Norman Klebe besonders bei den Anliegern für ihr Verständnis.

Geschenke für die Kinder

Die Kinder der Gruppen Wassertropfen und Seepferdchen sangen zuvor einige schöne Lieder, darunter auch „Wer will fleißige Handwerker sehn“ als Dank an die Arbeiter auf der Baustelle. Für das gelungene Programm, erhielten sie als Dankeschön kleine Geschenke. „Wenn ihr zur Schule kommt, dann könnt ihr sogar schon schön singen“, sagte der Verkehrsminister zu den kleinen Künstlern.

Gemeinsam mit den Kindern Frieda, Helga und Linus der Kita wurde dann zum Abschluss der Verkehrsfreigabe das obligatorische Band durchschnitten und der Verkehr auf der Straße freigegeben.