Leetze l 34 Kilometer lang mit 106 Masten, jeweils zwischen 30 und 35 Metern hoch: Die geplante 110 Kilovolt-Freileitung stelle einen Ringschluss dar, der die Ver- und Entsorgungssicherheit gewährleisten soll, erläuterte Andreas Forke während der Sitzung des Kuhfelder Gemeinderates im Dorfgemeinschaftshaus Leetze. In diesem Zusammenhang seien auch der Bau zweier neuer Umspannwerke bei Leetze und Jeeben vorgesehen.

Das Planfeststellverfahren soll im kommenden Jahr beginnen, 2018 solle dann der Baustart erfolgen, so Andreas Forke zum Zeitplan. Zwei Bauabschnitte seien vorgesehen, einer von Kunrau nach Jeeben und von dort aus dann weiter nach Tylsen.

Baustart 2017

Östlich von Leetze sei dann das neue Umspannwerk geplant, dessen Bau auch im kommenden Jahr starten soll. Für Bauabschluss und Inbetriebnahme seien die Jahre 2018 beziehungsweise 2019 angepeilt worden, so der Kommunalreferent weiter.

Die Planungen für das neue Umspannwerk bei Leetze seien bereits fortgeschritten, auch, was gegebenenfalls erforderliche Grundstückskäufe angehen. Das alte Umspannwerk solle dann zurückgebaut werden. Im Zusammenhang mit dem neuen Umspannwerk seien dann auch Trafosanierungen erforderlich, des Weiteren müssten auch neue Mittelkabel verlegt werden. Auch hier solle in den kommenden beiden Jahren gebaut werden.

Gespräche

Kuhfeldes Bürgermeister Frank Leskien verwies auf zehn Flurstücke, für deren Nutzung der Gemeinderat zustimmen müsse. Andreas Forke erwiderte, dass bereits Gespräche mit den Eigentümern in Sachen Überspannung geführt würden.

Ratsmitglieder erkundigten sich beim Kommunalreferenten, warum eine Freileitung den Vorzug vor einem Erdkabel erhalte. Andreas Forke erwiderte, dass die Ausfallzeiten im Falle einer Störung geringer seien als bei einem Erdkabel. Bis dort der Fehler gefunden sei, könnten mitunter zwei Wochen vergehen.

Kosten

Außerdem sei die Freileitung mit zwei Systemen geplant: falle eins aus, könne das andere die Versorgung übernehmen. Außerdem koste ein Erdkabel das Drei- bis Siebenfache einer Freileitung, so Forke weiter, was Frank Leskien mit dem Hinweis konterte, dass die Kosten doch ohnehin umgelegt würden.

Bodenveränderung sind möglich

Zudem würde für ein Erdkabel ein etwa zehn Meter breiter Trassenkorridor benötigt, für den Flächennutzungsmöglichkeiten eingeschränkt würden, erklärte der Referent weiter. So dürfe beispielsweise keine Tiefenlockerung des Erdreichs mehr erfolgen, zudem seien Bodenveränderungen durch Aushub und Zuschüttung möglich.

„Ein Erdkabel hat eine Betriebstemperatur von 80 Grad, auch dann, wenn an der Erdoberfläche nur 1 bis 2 Grad herrschen“, gab Andreas Forke zu bedenken. Das bedeute aufgetaute Flächen, auf denen die Kulturen bei Frost totfrieren könnten.

Antrag 2012

Andererseite würde eine Freileitung weniger Einschränkungen für Flora und Fauna bedeuten. „Zudem ist der Korridor bereits durch das Landesverwaltungsamt vorgegeben worden“, fügte Andreas Forke hinzu. Der Antrag für den Bau der Freileitung sei bereits 2012 gestellt worden.