Hoyersburg l Eigentlich sollte der Tierschutzverein Salzwedel zum Stichtag 31. Juli das Areal in Hoyersburg verlassen. Doch die Stadt Salzwedel verlängerte die Frist bis 21. August, heißt es aus dem Rathaus.

Wie und ob der Auszug überhaupt klappt, wollte Stadtrat Nils Krümmel (Freie Fraktion) genau wissen und schaute im Tierheim vorbei. Dabei fiel ihm auf, dass der Verein nicht nur seine Koffer packe, sondern auch fleißig abbaue. „Die Gitter vor den Hundeboxen werden derzeit abmontiert“, wundert er sich.

Auch Katengehege wird demontiert

Man habe ihm gesagt, dass auch die Umzäunung des Katzengeheges demontiert werde. Auch die Lampen und Kabel würden abgebaut werden. Daher fragt sich Krümmel, ob und wie ein Tierheim künftig so betrieben werden soll. Denn die Freie Fraktion möchte weiterhin eine Aufnahmestation für die Kreisstadt – und zwar in Hoyersburg. „Den Standort finden wir ideal.“ Außerdem hat Krümmel gehört, dass ein möglicher Verkauf des Areals im Raum stehe.

Bilder

Neue Ausschreibung gewünscht

„Dem stimmen wir nicht zu!“, sagt Krümmel deutlich. Vielmehr wünscht sich die Freie Fraktion eine neue Ausschreibung zur Betreibung des Tierheims. Denn wenn ein neuer Verein an die Stelle des jetzigen trete, könnten wohlmöglich die Fördermittel übertragen werden, glaubt Nils Krümmel.

Auch Hanns-Michael Kochanowski von der AfD machte sich ein Bild vor Ort. Er versuchte zwischen Vereinsmitgliedern und Dezernat Hans Thiele zu vermitteln, teilt er mit. Denn auch die AfD will das Tierheim in Hoyersburg weiter betrieben wissen. Doch der Versuch scheiterte, da der Tierschutzverein Salzwedel und der Altmarkkreis Salzwedel im Rechtsstreit seien, so Kochanowski.

Verein schlägt Angebot der Stadt aus

Nicht alle Tiere, die im Hoyersburger Tierheim untergebracht waren, konnten auch vermittelt werden, erklärt Stadtsprecher Andreas Köhler. Die Stadt habe dem Verein daher zwar angeboten, ehemalige Fundtiere zu übernehmen, doch dieses Angebot habe der Tierschutzverein ausgeschlagen. Zur Zukunft des Tierheims und möglichen Bewerbern zum Betreiben der Einrichtung, heißt es aus dem Rathaus: „Zum Fortgang wurden Gespräche mit potentiellen Partnern geführt, eine Entscheidung hierzu ist aber noch nicht gefallen.“