Salzwedel l Die Jungen und Mädchen der Propstei-Kita sind umgezogen. Die meisten von ihnen werden auf noch unbestimmte Zeit in der Kindertagesstätte Kronsberg betreut. Der Kindergarten im Nebengebäude der ehemaligen Propstei, des heutigen Danneilmuseums, muss hinsichtlich des Brandschutzes umgebaut werden. Aufgrund der bestehenden Mängel konnten die Kinder dort nicht länger bleiben.

Erster Schritt ist ein Brandschutzkonzept, auf dessen Grundlage die Umbauarbeiten und die Kostenschätzungen erfolgen sollen. Gleichzeitig wird versucht, Fördergeld zu akquirieren. Eventuell auch über den Denkmalschutz, denn der Marstall, in dem die Kita jetzt untergebracht ist, stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Derzeit ist noch nicht abzusehen, wie lange dieser Prozess dauert und wann die Kita wieder bezugsfähig ist, erklärt Eigenbetriebsleiterin Doris Gensch.

Wie ein kleines Abenteuer

Bis dahin seien die Kinder in der Einrichtung am Kronsberg gut aufgehoben. „Dort haben wir richtig viel Platz“, sagt Doris Gensch. Das bestätigt Kita-Leiterin Christine Blank. „Wir haben hier ein Paradies“, schätzt sie ein. Die 26 Propstei-Kinder haben sich, nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, gut eingelebt. „Für sie ist es ein kleines Abenteuer, sie haben schon neue Freundschaften geschlossen und werden hier von den ihnen bekannten Erzieherinnen betreut“, erzählt sie. Ihre Gruppenstrukturen seien ebenfalls weitgehend erhalten worden.

Organisatorisch sei das Ganze nichts Ungewöhnliches, der Umzug sei gut vorbereitet worden. Schon im Vorfeld haben die Propstei-Erzieherinnen mit den Kindern die Kronsberg-Kita besucht und auch die Eltern seien rechtzeitig informiert und einbezogen worden. Es bestand die Möglichkeit, sich die Einrichtung anzuschauen und mit den Erziehern und der Kita-Leitung zu sprechen. Sie durften sich aussuchen, wohin sie ihre Sprösslinge für die Zeit des Umbaus bringen. Bis auf einige wenige haben sie sich für die Kronsberg-Kita entschieden, die aufgrund der Räumlichkeiten die besten Bedingungen bietet und für den Eigenbetrieb deshalb die erste Wahl ist. Insgesamt sind dort jetzt 131 Jungen und Mädchen.