Kaulitz l Das alte Nest auf dem Kaulitzer Mast mitten im Dorf war 2019 fast abgestürzt und musste dringend ersetzt werden. Darum hatte sich die Kaulitzer Vizebürgermeisterin Melanie Neu in Absprache mit Ortschef Uwe Lahmann gekümmert. „Wir haben den Unterbau erneuert und dann mit Reisig, Spänen und frischem Heu aufgefüllt“, beschreibt Salzwedels ehrenamtlicher Storchenbeauftragter Thomas Koberstein die Arbeiten. Ihm zur Seite stand dabei Thomas Kurzweg aus Fleetmark, der den Nistkranz instand setzte und beim Aufsetzen half.

Ortsfeuerwehr leistet Unterstützung

Das gelang aber nur mit Hilfe einer langen ausfahrbaren Leiter und mit Unterstützung der Kaulitzer Ortsfeuerwehr. An einem Seil wurde so die neue Konstruktion nach oben gehievt. Zuvor war natürlich das alte Nest abgetragen worden.

Nach getaner Arbeit herrschte Vorfreude: „Jetzt können die Störche kommen“, sagt Thomas Koberstein. Er und seine Mitstreiter hoffen, dass das Storchenpaar wie in den Vorjahren nach der Rückkehr aus dem Süden seinen gewohnten Stammplatz bezieht.

Bilder

„Und dann auch für Nachwuchs sorgt“, fügte er hinzu. Denn jedes Jahr habe es Junge gegeben. Drei waren es 2019. „Da war der Brutdruck so groß, dass die Störche das Nest erweitern wollten, so dass es fast abstürzte“, erinnert er sich. Das könnte auch der Grund gewesen sein, dass einer der Elternstörche ein zweites Nest auf dem Schornstein des Dorfgemeinschaftshauses bauen wollte.

Gäste aus dem Süden werden eher erwartet

Auf jeden Fall hoffen alle Kaulitzer auf baldige Ankunft „ihrer“ Störche, die dann wieder unter strenger Beobachtung stehen. Viele Ereignisse werden von ihnen im Foto festgehalten. So hielt Beate Förster fest, wie vorigen Sommer die Jungstörche von Koberstein und Co beringt wurden oder wie sie sich mit anderen vor dem Abflug in den Süden auf dem Kirchendach gegenüber dem Nest sammelten.

Durch den ungewöhnlich warmen Winter und das jetzt vielerorts schon beginnende Wachstum an Bäumen und Sträuchern sowie den Frühlingsblumen könnte die Adebar-Ankunft sogar noch früher als sonst eintreten. Das war sonst meist erst Anfang April, wenn auch in Schrampe die Besucher aus dem Süden eintrafen. Meist war bereits im März als Erster der Vissumer vor Ort.

Man darf auch gespannt sein, wann wieder ein Storchenpaar auf dem Nest auf dem Gemeindezentrum Arendsee sitzt und Hochzeit feiert.