Wintermarsch hat Tradition: Rund 70 Wanderer beteiligten sich

Wallstawer pflegen Geselligkeit mit Uelzener Schützennachbarn

Von Peter Hintze

Wallstawe l Wandern, schießen, gesellig sein... Dieses Motto einte am Sonnabend rund 70 Teilnehmer des traditionellen Wintermarsches in Wallstawe. Dazu hatten die Schützen um ihren ersten Vorsitzenden Peter Grimm wie gewohnt Gäste eingeladen. Und die kamen unter anderem mit einem Reisebus aus Salzwedels niedersächsischem Nachbarkreis Uelzen. 22 gut gelaunte Schützenbrüder und -schwestern fuhren aus Soltendieck in die westliche Altmark, weitere 8 reisten aus der Uhlenköperstadt an. Gemeinsam mit den 30 bis 40 angemeldeten Wallstawern gab die Formation, die von der Gaststätte "Zum alten Fritz" zum Schießstand in Richtung Niephagen spazierte, ein imposantes Bild an.

"Mit den Schützen aus Soltendieck und Uelzen pflegen wir seit der Wende enge Beziehungen", berichtete Schützenchef Peter Grimm im Gespräch mit der Volksstimme. Die Tradition der Wallstawer Wintermärsche sei indes um einiges älter. An die 30 bis 40 Jahre werde wohl schon gewandert - allerdings mit Unterbrechungen, schätzte einer der Teilnehmer. Legendär sei in diesem Zusammenhang das zu Jahresbeginn angebotene Schweinskopfessen gewesen.

Von der Wallstawer Ortsmitte führte der Marsch zunächst etwa einen Kilometer entlang der Landesstraße bis zum Schießstand. Dort konnte mit dem Luftgewehr um Preise geschossen werden. Ein Lagerfeuer spendete Wärme. Den Rest besorgten Bier und Hochprozentiges, bevor es wieder gut gelaunt zurück in den Ort ging.

Wer bequemer reisen wollte, war beim Wallstawer Uli Schulz an der richtigen Adresse. Er hatte seine beiden Kaltblutstuten Natalie und Susi vor den Kremser gespannt und begleitete die Wanderer auf der Tour, die am örtlichen Dorfgemeinschaftshaus endete. Dort wurden am späten Nachmittag die Preise verteilt. Bei Deftigem, unter anderem gebackenes Schwein, klang die Veranstaltung in den Abendstunden gemütlich aus.