Salzwedel l snt-regiocom gehört in Deutschland zu den großen Anbietern im Bereich des Kundenservices. Mit insgesamt 5000 Mitarbeitern an 20 Standorten in Deutschland, Österreich und Bulgarien ist das Unternehmen die größte eigentümergeführte Firma in der Branche.

Seit 2011 gibt es den Standort Salzwedel. 250 Frauen und Männer haben dort einen festen Arbeitsplatz gefunden. Wenn es nach Standortleiter Klaus Beck geht, kommen noch in diesem Jahr weitere 100 Mitarbeiter hinzu. Die weitere Entwicklung für diesen Wirtschaftszweig sieht Beck optimistisch.

„Wir sind das Spiegelbild der Wirtschaft. Steigende Kosten einerseits und das verstärkte Bedürfnis der Kunden nach Service und Information zwingt Unternehmen dazu, neue Partner zu suchen“, ist sich Beck sicher. Die größten Auftraggeber der Salzwedeler sind im Bereich der Telekommunikation und der Energieversorger zu finden. Doch auch Verkehrsunternehmen gehören zum Kundenstamm.

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Flexibilität und ein Gespür für Kunden

Gewandelt haben sich in den vergangenen 30 Jahren jedoch nicht nur die Auftraggeber und ihre Motivation zur Zusammenarbeit mit einem im Volksmund Call-Center bezeichneten Unternehmen, sondern auch die Serviceanbieter selber. Imageprobleme der Branche gehen eher auf die 1990er Jahre zurück. Die damals eher einfachen Aufgaben sind heute komplexen Zielstellungen wie Klärung von vertraglichen Änderungen, Hilfe bei der Tarifwahl oder Unterstützung bei technischen Problemen gewichen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an interne Schulungen und Weiterbildungen.

„Geistige Flexibilität, die Bereitschaft zur Arbeit am elektronischen Arbeitsplatz, der Wille zur Qualifizierung sowie ein Gespür für den Kunden sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit bei uns“, sagte Klaus Beck.

Zu den Mitarbeitern, die sich diesen Anforderungen stellen, gehört Diana Waschewski. 2011 als Mitarbeiterin eingestellt, ist sie heute als Qualitätsbeauftragte tätig. Als Mutter von drei Kindern schätzt sie die Arbeit vor Ort und die Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung. Von 6 Uhr bis Mitternacht ist das Servicecenter besetzt, die meisten Kundenanfragen kommen zwischen 8 und 20 Uhr. Ganz besonders lobt die junge Frau den Teamgeist und den Zusammenhalt der Kollegen.

Dem kann Sandra Vandersee nur zustimmen. Die gelernte Backwarenverkäuferin kann sich noch gut an ihren ersten Arbeitstag im Februar des Jahres 2012 erinnern. Sie konnte sich damals kein genaues Bild von der Arbeit machen, war irritiert von dem immerhin 4500 Quadratmeter großen Großraumbüro in dem ehemaligen Baumarkt. Heute steht die 30-Jährige als Nachwuchsführungskraft neuen und gestandenen Kollegen zur Seite und sieht ihre berufliche Zukunft in dem Unternehmen.

Leistungsbezogenes Einkommen

Bei einer online-Umfrage unter den Angestellten kommt der Standort Salzwedel in Sachen Kollegenzusammenhalt, Gleichberechtigung und Umgang mit älteren Kollegen immerhin auf vier von fünf Möglichen Sternen. Anonym abgestimmt hatten dazu 749 Mitarbeiter.

Doch was verdient ein Mitarbeiter eigentlich? „Das Einkommen ist leistungsbezogen“, sagt Klaus Beck. Bei rund 1700 Euro Brutto liegt das Einstiegsgrundgehalt. Es gibt Provisionen oder Projektzulagen. Mit den Konditionen sieht Beck das Unternehmen für die Gewinnung neuer Mitarbeiter gut aufgestellt.