Schönebeck l Über 60 Jahre hat Christof Grüger in dem Haus an der Edelmannstraße gelebt und gearbeitet. Das Gebäude gehört Wilhelm Lohmann, der dort auch Büroräume seiner Firma untergebracht hat. Er kannte den Schönebecker Künstler, der mit seinen Arbeiten nicht nur Gebäude der Elbestadt merklich aufgewertet hat, sondern Objekte in ganz Deutschland.

Über die Jahre sei Wilhelm Lohmann ein regelrecht Fan der Arbeit des freischaffenden Künstlers geworden, berichtet er. Und so habe der Hauseigentümer keine Sekunde gezögert, als Dorothea von Pock mit einer Bitte an ihn herantrat. Kurz nach dem Tode Christof Grügers am 31. März 2014 hatten sich einige Freunde des Künstlers entschieden, ihm eine Gedenktafel zu widmen. Dass diese an Christof Grügers Wohnhaus angebracht wird, konnte Hauseigentümer Wilhelm Lohmann nur begrüßen.

Gedenkplatte kostet 1487 Euro

Weil zu ihrer Zeit auch die Malerinnen Annemarie und Katharina Heise in dem Haus an der Edelmannstraße wohnten und wirkten, hängt seit Anfang der 90er Jahre eine Gedenkplatte aus Lausitzer Granit an dem Gebäude. Diese soll nun abgenommen werden und durch eine Gedenktafel aus Obernkirchener Sandstein ersetzt, die zusätzlich zu den Namen und Daten der Heise-Schwestern auch Christof Grügers enthalten und an den bedeutenden Schönebecker Künstler erinnern soll.

Bilder

Christof Grügers Freunde Dorothea von Pock, Hans-Joachim Geffert, Paul Franke und Matthias Röhricht haben gemeinsam mit dem Schönebeck Steinmetzmeister Michael Schulz erarbeitet, wie die Gedenktafel aussehen soll.

Sie wird 70 mal 70 Zentimeter groß sein, der helle Sandstein soll mit der Hausfassade harmonieren. Rund 70 Kilogramm werde die Gedenktafel wiegen, weshalb Michael Schulz sie auf bestimmte Art in der Hausfassade verankern müssen wird.

Die Kosten für die Gedenkplatte liegen bei 1487 Euro. Finanzieren möchte der Freundeskreis von Christof Grüger dies über Spenden. „Die Schönebecker Stadtwerke haben bereits 300 Euro zugesagt, das freut uns sehr“, erzählt Dorothea von Pock. Ihr und den anderen Initiatoren der Gedenkaktion ist es wichtig, dass Christof Grüger nicht in Vergessenheit gerät.

Dass zu diesem Zwecke eine Tafel an die Wohnstätte angebracht wird, begrüßt auch die Stadt Schönebeck. So überbrachte Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz bei einem Treffen der Freunde Grüße von Oberbürgermeister Bert Knoblauch. „Christof Grüger war ein hoch geachteter Künstler der Stadt, nicht nur künstlerisch sondern auch menschlich war er einer der Größten“, so Wannewitz.

Im Beisein von Bert Knoblauch und anderen Gästen soll am 31. März 2016 die Gedenktafel enthüllt werden. Bis dahin möchten die Freunde des verstorbenen Gestalters Spenden für die Gedenktafel sammeln.

Unter dem Betreff „Gedenktafel“ können Beträge auf das Konto des Fördervereins Soziokultur Schönebeck eingezahlt werden, IBAN: DE60800555000350087679, BIC: NOLADE21SES, Salzlandsparkasse. Die Ausstellung einer Spendenbescheinigung ist möglich. Viele verschiedene Arbeiten von Christof Grüger sind auf seiner Internetseite www.christof-grueger.de zu sehen.