Barby l Es ist so eine Sache mit dem Sound: Wenn der Bandchef ein Leadgitarren-Überflieger ist, gibt er den Ton an. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. In diesem Falle tat das Molly-Hatchet-Gitarrist Bobby Ingram. Frei nach dem Motto: Du sollst keinen Ingram haben neben mir ... Was zur Folge hatte, dass Keyboard und Bass akustisch degradiert wurden. Lediglich Sänger Phil McCormack schwebte mit Bandchef Bobby auf einer Linie. Ähnlich war es bei The New Roses aus Wiesbaden, bei denen der Bass zwar optisch, aber nicht für die Ohren präsent war. Zur Erklärung: Die Mischung des Tons übernehmen bandeigene Techniker. Die Wiesbadener „Rosen“ ließen gewaltig aufmerken. Man wird sicherlich noch von ihnen hören und lesen.

Bobby Ingram pflegte seine Marotte, mit schöner Regelmäßigkeit Gitarren-Plektrums unter das Publikums-Volk zu werfen. Die Fans waren entzückt über derartige Reliquien.

Bedauerlich, dass Molly Hatchet fortan dauerhaft auf seinen zweiten Gitarristen verzichtet. Zwar zelebrierte Ingram unglaubliche Saiten-Artistik - so wie auf der CD klingen die Titel dennoch nicht mehr. Das Konzert sorgte für dieses Jahr für einen Superlativ: Es war so laut, dass der alte Rautenkranz fortan holzwurmfrei sein dürfte ...

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