Zuchau l Wie sich der ehemalige Ortsbürgermeister Martin Giesecke erinnert, sei es besonders im Januar/Februar zu unliebsamen Ereignissen gekommen. Wenn zum Beispiel Frost in der Erde steckte und es zu regnen begann. Der Niederschlag konnte nicht im Boden versickern und suchte sich seinen Weg talwärts. Was im Falle von Zuchau ein bisschen merkwürdig klingt, aber dennoch so ist. Das Dorf liegt am Rande eines eiszeitlichen Hügels. Die Wasser rauschten dann besonders im Bereich der Thomas-Müntzer-Straße herab, vernässten auch schon mal Keller.

Damit dürfte zukünftig Schluss sein. Für rund 350 000 Euro wurde ein Graben gebaut, der dieses Niederschlagswasser abfangen soll. Wie Giesecke sagt, war diese Investition in das aktuelle Bodenordnungsverfahren eingebettet. Zuständig dafür ist das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Mitte (ALFF).

Mit Hilfe der Teilnehmergemeinschaft Sachsendorf-Zuchau und unter finanzieller Beteiligung der Stadt Barby wurde der Graben gebaut. Der Stadtrat Barby beschloss bereits vor gut einem Jahr, 22 000 Euro zur Neuerrichtung aufzubringen.

Allerdings gab es auch Verärgerungen im Vorfeld des Grabenbaus. Einem Calbenser, der Ackereigentümer ist, fielen im Frühherbst Baupfähle auf seinem Flurstück auf. Irritiert wandte er sich an die Stadt Barby, die ihn an das ALFF verwies. Es stellte sich heraus, dass der Bewirtschafter der Felder (der Calbenser hatte seinen Acker verpachtet) die Pflicht gehabt hätte, die einzelnen Eigentümer zu informieren.

Nun ist der Graben fast fertig, Restarbeiten erfolgen im kommenden Jahr. Zuständig für die Unterhaltung wird der Grabenunterhaltungsverband Taube-Landgraben sein.