Schönebeck l Lutz Möller ist seit 1. Oktober der neue Direktor des Ameos-Klinikums Schönebeck. Zuletzt leitete er die Regionaldirektion Ost der Paracelsus-Kliniken. Nun hat er eine neue Herausforderung und Aufgabe gesucht – und in der Elbestadt gefunden.

Der gebürtige Rostocker ist 46 Jahre alt, hat eine Familie mit zwei Kindern im Alter von zwölf und vier Jahren. Sie wohnen in Plauen. Dort wird es ihn an den Wochenenden hinziehen. Doch unterhalb der Woche soll Schönebeck seine neue Wahl-Heimat werden. „Ich komme vom Wasser, ich liebe das Wasser. Und Schönebeck liegt an der Elbe“, freut er sich auf die Zeit hier.

Er hat in Rostock und Wismar Betriebswirtschaft studiert, mit zwei Semestern in Oslo und Halden in Norwegen. Zur Medizin ist er über die Familie – seine Mutter ist Medizinisch-technische Laborassistentin, seine Schwester Anästhesistin – und seinen Zivildienst beim Kassenärztlichen Notdienst gekommen.

Gutes Miteinander wichtig

Ihm ist ein gutes Miteinander wichtig, betont er. Denn er weiß: „Wir können alles nur gemeinsam bewältigen, alles Erreichte ist immer eine Mannschaftsleistung.“ Er will hören, was die Mitarbeiter bewegt. Auch wenn er es nicht immer gleich eine Lösung gebe.

Er weiß aber auch um die Herausforderungen im heutigen Gesundheitswesen: Zum einen eine qualitativ gute Arbeit zu leisten, aber das Haus auch wirtschaftlich zu führen, um mit Eigenmitteln wichtige Investitionen für die Zukunft tätigen zu können.

Erst seit wenigen Tagen ist er in Amt und Würden. Mit seiner Vorgängerin Anna Naumann, die Nachwuchs erwartet, hat er sich für die Übergabe mehrmals getroffen. Die Häuser Schönebeck und Bad Salzelmen hat er besucht, viele Mitarbeiter schon begrüßt. „Das werde ich in den nächsten Wochen natürlich noch intensivieren“, sagt Lutz Möller.

Will mit Mitarbeiter reden

Das Kennenlernen der Mitarbeiter sei ihm sehr wichtig, denn er will nicht nur vom Büro aus agieren. Er möchte zu den Mitarbeitern, mit ihnen reden, was sie brauchen, was sie erwarten. „Eine Weiterentwicklung gelingt nicht vom Schreibtisch aus“, so seine Erfahrung.

Dass er nun zu einer Zeit Chef wird, in der das Projekt Einhäusigkeit bauliche Form annimmt, „finde ich megacool“, sagt Lutz Möller. Mit dem Schaffen eines zentralen Klinikstandortes verbessere sich die Versorgung vor Ort enorm, ist er überzeugt. Beide Seiten – Bürger und Mitarbeiter – würden davon profitieren. Einer Veränderung blicke man eigentlich immer etwas ängstlich, mit einem gewissen Respekt entgegen, hier sei es aber die reine Freude. „Es ist schön, dass ich den Neubau von der Startphase an begleiten kann.“ Mit dem Projekt setze Ameos ein Zeichen, dass es den Standort Schönebeck weiterentwickeln und stärken will.

Worin er seine Herausforderungen sehe? „Die Mitarbeiter halten, in die Zukunft investieren, möglicherweise verloren gegangenes Vertrauen wiedergewinnen, den Standort erhalten“, zählt er auf. „Ich will, dass wir als Arbeitgeber attraktiv sind.“