Welsleben l Seit Jahren ist Swen Scheiner aus Welsleben leidenschaftlicher Sänger und Keyboardspieler, doch leider musste er seinem Hobby in der letzten Zeit immer allein nachgehen. Das sollte sich durch einen Aufruf in der Volksstimme ändern. Und es hat geklappt. Kurze Zeit später hörte das Telefon des Malermeisters gar nicht mehr auf zu klingeln.

Seit März dieses Jahres hat Scheiner nun fünf Bandkollegen und ein Kollegin. Sieben fast völlig fremde Menschen, die eine große Leidenschaft teilen: die Musik. Ein Name wurde auch schon gefunden: „Queerbeet“. „Passend zu unserem Repertoire“, erzählt Scheiner mit einem Schmunzeln im Gesicht. Von Andreas Gabalier bis Udo Jürgens hätten sie so einige Gassenhauer im Programm. Außerdem haben sie alte und moderne Schlager, Country-Lieder und Hits der „Neuen Deutschen Welle“ im Angebot. „Wir haben so 20 bis 30 Lieder eingeübt“, so Scheiner.

Oft müsse man dabei auch den einen oder anderen Kompromiss eingehen, erklärt Rhythmussgitarre-Spieler Hartmut Bernitzki. Nicht jeder sei Fan vom Heino-Klassiker „Blau blüht der Enzian“, sagte er scherzend.

Keine Profis

Alle Bandmitglieder haben bereits Vorerfahrung, aber seien schon seit vielen Jahren nicht mehr aktiv im „Musikgeschäft“. „Wir sind keine Profis, sondern machen es hauptsächlich aus Liebe zur Musik“, erzählt Scheiner. Vom ehemaligen Shanty-Sänger bis zum Folk-Rock-Musiker ist alles vertreten. In Detlef Rieck habe man sogar einen talentierten Saxophon-Spieler gefunden, der dem Ganzen einen Funken Jazz einhaucht. Swen Scheiner selbst habe sogar mal eine Hymne ans Bördeland geschrieben, die bislang aber nur auf seiner Internetseite veröffentlicht wurde.

Gesangstechnisch ist die neugegründete Band auch ganz gut aufgestellt. „Unsere Gruppe ist mehrstimmig. Alt, Tenor, Bass, wir haben alles dabei“, so Bernitzki, „das ist sozusagen unser Alleinstellungsmerkmal“. Mit Yvonne Tschenisch habe man sogar einen Profi an Bord holen können. Die Calbenser Musiklehrerin konnte leider nicht zur Probe kommen, unterstützt die Band aber tatkräftig mit ihrer geübten Stimme.

Doch nicht nur musikalisch ist die Band ein bunter Mix. Auch ihre Herkunft ist unterschiedlich. „Detlef stammt aus Hamburg und Hartmut ist gebürtiger Leverkuser. Der Rest kommt aus Bördeland und Schönebeck“, erklärt ernannter Bandleader Swen Scheiner. So steuere jeder sein besonderes Flair bei.

Lagerfeuerromantik

Man probe nun schon seit mehreren Monaten, nur die Auftritte blieben bislang aus. Bisher habe man nur auf der eigenen Grillfeier gespielt. Die „Lagerfeuerromantik“, die dort entstanden ist, möchte man gern auch bei anderen Festen erzeugen. „Wir könnten uns vorstellen auf Firmen- oder Geburtstagsfeiern zu spielen“, erzählt Scheiner. Bei ihrer Musik sei für jeden Geschmack etwas dabei und darum seien sie flexibel einsetzbar. Der 50. Geburtstag des Kollegen oder der Jahrestag der Eltern, das Programm würde dann auf Wunsch angepasst werden.

Künftig wolle man auch Schunkellieder mit ins Repertoire aufnehmen, die bekanntlich auf Stadt- oder Dorffesten besonders gut ankommen, so Scheiner. „Wir möchten gern eine Stunde lang gute Stimmung verbreiten und die Menschen zum Mitsingen animieren“, erklärt er.

Außerdem sei es der Band wichtig, ihr Programm auch mal außerhalb des Probenraumes vor „echtem Publikum“ üben zu können. „Wir möchten durch die Auftritte an Erfahrung gewinnen“, erklärt Scheiner.

Wöchentliche Probe

Momentan probt die Band einmal wöchentlich. „Wir treffen uns entweder am Dienstag- oder Mittwochabend, je nachdem, wann wer Zeit hat“, so Scheiner. Weitere Mitglieder suche man momentan nicht, weil fast alle Instrumente und Stimmfarben vertreten sind. Jedoch würden sie sich sehr über Auftritte freuen.