Calbe l Mit der im Herbst spürbar früher eintretenden Dunkelheit am frühen Abend, wächst bei den Bürgern das Bedürfnis nach einer guten Straßenbeleuchtung. Im optimalen Fall sind Straße und Fußweg gut ausgeleuchtet und machen die dunklen Straßen besser benutzbar.

Die Stadt Calbe hat bereits vor Jahren damit begonnen, die Straßenbeleuchtung auf stromsparende Leuchtdioden umzubauen. In der kommenden Woche startet die Kommune den dritten Bauabschnitt beim Umbau der Straßenbeleuchtung, hatte Bürgermeister Sven Hause bereits vor Wochen im Stadtrat angekündigt. Im dritten Bauabschnitt will die Kommune die Leuchtmittel in 219 Straßenlampen austauschen. Betroffen hiervon sind 20 Straßenzüge in der Stadt. In den kommenden Wochen werden die Bürger deshalb öfter wieder Hubfahrzeuge an den Lampen sehen können, wenn die Mitarbeiter des beauftragten Unternehmens die Leuchtkörper wechseln. Bis zum Jahresende soll der Umbau andauern.

Modernisierung gefördert

Der Umbau der Straßenbeleuchtung wurde in der Vergangenheit sogar gefördert. Der Bund hatte bislang ein großes Interesse daran, dass die Kommunen die Beleuchtung modernisieren. Denn die neuen Lampen kommen mit einem Bruchteil der Energie der vorher oft eingesetzten Natriumdampflampen aus. Im Gegensatz zu den alten Leuchtmitteln strahlt die Leuchtdiode sofort mit der vollen Lichtstärke nach dem Einschalten. Alte Leuchtmittel brauchten dafür schon mal eine gewisse Zeit, bis sie die volle Lichtintensität erreichten.

Von Vorteil für die Kommunen ist bei der Umrüstung, dass es für die verschiedensten Lampentypen im öffentlichen Raum inzwischen einfache Umrüstsätze gibt. So muss nur der obere Teil der Lampe ausgetauscht werden. Der Rest kann stehen bleiben.

Stromverbrauch wird stark reduziert

Zwar kosten neue Leuchtmittel in den Lampen heute mehr Geld als die einfachen Leuchten von früher. Dennoch lohnt die Investition sich für die Kommunen schon nach kurzer Zeit. Denn der Stromverbrauch sinkt rapide. Mit dem eingesparten Geld lässt sich die Investition schnell decken. Vor allem wirkt sich der Umbau langfristig im kommunalen Haushalt aus und entlastet so den Etat deutlich. Außerdem sind die Leuchtdioden in der Regel viel länger haltbar als die bislang verwendeten Leuchtmittel. Im Idealfall halten sie mehrere Jahrzehnte.

In der Vergangenheit hat die Saalestadt bereits sehr gute Erfahrungen mit dem Umbau der öffentlichen Beleuchtung gemacht, wie der Bürgermeister bereits nachgerechnet hatte. Die prognostizierten Energieeinsparungen wurden dabei erreicht. Ganz nebenbei ist die Senkung des Strombedarfs bei der Straßenbeleuchtung eine Möglichkeit, das Treibhausgas Kohlendioxid einzusparen. Denn es entsteht bei der sogenannten Verstromung fossiler Brennstoffe, wie Kohle oder Gas. Benötigen die Kommunen in der Nacht insgesamt weniger Strom für die Beleuchtung, müssen die Kraftwerke auch weniger Energie produzieren. Der nächtliche Stromverbrauch kann so verringert werden. Unterm Strich gewinnen damit nicht nur die Bürger mehr Licht auf den Straßen, sondern auch die Umwelt.