Fahrrad

Bis nach Barby und noch weiter: Viele Kilogramm Hausrat werden mit dem Rad transportiert

Ein Ehepaar aus Niedersachsen ist auf dem Elberadweg unterwegs. Unter anderem haben sie Station im Barbyer Elbe-Saale-Camp gemacht.

Von Thomas Linßner 03.08.2021, 15:01
Brigitte (62) und Erich (64) Magerkurth sitzen 1600 Kilometer im Fahrradsattel. Hier kam ihnen die Übernachtung im Elbe-Saale-Camp gerade recht, wo es Wasser und ein Klo gab. Denn das Paar aus Norddeutschland schlägt sein Zelt auch gerne in Gottes freier Natur auf.
Brigitte (62) und Erich (64) Magerkurth sitzen 1600 Kilometer im Fahrradsattel. Hier kam ihnen die Übernachtung im Elbe-Saale-Camp gerade recht, wo es Wasser und ein Klo gab. Denn das Paar aus Norddeutschland schlägt sein Zelt auch gerne in Gottes freier Natur auf. Foto: Thomas Linßner

Barby - „Das passt gut. Hier gibt es problemlos Trinkwasser“, freut sich Brigitte Magerkurth, die zusammen mit ihren Ehemann Erich eine Tour entlang der Elbe macht. Das Paar aus Achim im Landkreis Verden (Niedersachsen), südöstlich von Bremen, ist auf dem Elberadweg unterwegs.

Beim Elbe-Saale-Camp konnten sie ihr kleines Zelt aufschlagen, durften Trinkwasser schöpfen und den biologischen „Trocken-Locus“ benutzen.

Täglich rund 60 Kilometer

„Unsere Etappen betragen etwa 60 Kilometer täglich“, sagt die 62-Jährige. Insgesamt sei die Tour rund 1500 Kilometer lang. Ihr Zelt schlagen sie dort auf, „wo es schön ist“, weil nicht überall ein offizieller Campingplatz zur Verfügung steht. Dementsprechend bepackt sind die herkömmlichen Fahrräder, weil der „Hausrat“ bei dererlei Urlaub nicht von Pappe ist.

Nach Barby setzten die Norddeutschen mit der Fähre über. „Wir wollten eigentlich über die Brücke“, gab Erich Magerkurth an. Doch dort sei der ostelbische Brückenaufgang „eine Katastrophe“ und zudem noch gefährlich.

In Barby erfuhr das Paar dann auch, dass sie gut daran taten, die Elbbrücke nicht benutzt zu haben. „Mit eurem Gepäck wärt ihr an den Schikanen sowieso nicht vorbei gekommen“, sagte ein ortskundiger Besucher des Elbe-Saale-Camps. Gemeint waren jene eng gestellten Metallrohre, die Mopedfahrern die Brückennutzung verbieten. Bereits seit Jahren gilt der Elberadweg als beliebteste Stramplerpiste Deutschlands. Gründe dafür gibt es eine ganze Menge: Wenig Steigungen, imposante Ortskerne und einzigartige Einkehrmöglichkeiten prägen die EtappenJudenlampen im tschechischen Teil des Elberadwegs. In Deutschland formen faszinierende Landschaften und aufregende Städte eine spannende Mischung aus Naturerlebnissen und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Der Elberadweg ist etwa 1270 Kilometer lang und begleitet den Fluss auf seinem Weg von der Quelle im tschechischen Riesengebirge bis nach Cuxhaven, wo er in die Nordsee mündet. Von der Quelle, wo die Elbe noch „Labe“ heißt, bis zur Flussmündung legt sie eine Gesamtstrecke von 1091 Kilometern zurück. Davon 364 auf tschechischer und 727 Kilometer auf deutscher Seite.