Biere l Zuverlässig, spaßig und umweltfreundlich – das soll der E-Golf sein, heißt es auf der Internetseite von Volkswagen. Ob er seine Versprechen hält? Das kann die Gemeindeverwaltung Bördeland bald herausfinden. Denn in den nächsten Tagen kommt der Elektroflitzer in der Gemeinde an. Die Infrastruktur dafür ist geschaffen: „Draußen ist bereits die Ladestation installiert“, so Ronald Funke, Bauamtsleiter der Gemeinde.

Für den Bauamtsleiter gab es klare Gründe, die für ein Elektroauto sprechen. „Wir haben hier in der Gemeinde recht kurze Wege, die wir bestreiten. Zwischendrin kann der Wagen an der Verwaltung aufladen“, so der Bauamtsleiter. Ob die Elektromobilität für die Gemeinde optimal funktionieren wird? „Wir wollen es einfach austesten. Wir haben den direkten Vergleich mit unserem anderen Golf, und da es im Bördeland selbst keine Tankstelle gibt, sodass wir mit dem Benziner immer nach Schönebeck zum Tanken müssen, scheint sich das Elektroauto anzubieten“, erklärt Funke. „Wir müssen es einfach zwei, drei Jahre austesten.“

Funke sieht die Gemeinde außerdem in einer Vorreiterrolle. „Es ist auch wichtig, dass wir in der Verwaltung den Schritt gehen und uns der Elektromobilität zuwenden. Wir können da sicher auch Vorbild sein“, meint er.

Elektromobilität im Salzlandkreis

Und in einer Weise hat die Gemeinde schon jetzt eine Vorreiterrolle: Nur eine weitere Stadt besitzt ein Elektroauto für Dienstfahrten – Calbe. Auch dort findet sich eine Ladestation in unmittelbarer Nähe, direkt vor dem Rathaus.

Auch in der Egelner Mulde soll einer der Dienstwagen im kommenden Jahr durch einen Wagen mit Elektroantrieb ersetzt werden. Auch andere Gemeinden schließen nicht aus, Elektrofahrzeuge in der Zukunft in Betracht zuziehen. Der Trend der Gemeinden auf Elektromobilität zu setzten ist also deutlich erkennbar.

Schon unterwegs

Der Elektrogolf in der Gemeinde Bördeland ist im Gegensatz dazu aber bereits in sehr naher Zukunft im Einsatz. „Er wird zur Zeit von Hannover nach Magdeburg geliefert, dort muss er noch mit Werbung beklebt werden und dann kommt er zu uns“, freut sich Gemeindebürgermeister Bernd Nimmich (SPD).

Die Werbung, von der der Bürgermeister spricht, gehört zu Avacon – einem regionaler Strom- und Gasanbieter. Avacon unterstützt die Gemeinde finanziell bei dem Elekrogolf. „Sonst hätten wir uns das gar nicht leisten können“, so Bernd Nimmich. Etwa 30 Prozent der monatlichen Leasingrate übernähme der Stromanbieter.

„Wir wollten auch erst ein kleineres Modell, aber die Beiträge waren ähnlich hoch, da haben wir uns für den Golf entschieden“, erklärt Nimmich die Entscheidung. Außerdem bekäme die Gemeinde bei Volkswagen einen Kommunalrabatt.

Bleibt abzuwarten, wann der neue E-Golf in Bördeland einrollt.