Plötzky/Gommern l Und wieder brannte am Montagabend ein Holzstapel in Ostelbien: Die Feuerwehr aus Gommern wurde am späten Abend über die Leitstelle über den Brand nahe eines Waldstücks bei Gommern und Plötzky alarmiert. Der Brandort befand sich im Zuständigkeitsbereich der Schönebecker Wehren, da der Zeuge aber bei der Leitstelle im Jerichower Land den Brand meldete, waren auch die Feuerwehrleute aus Gommern und Wahlitz aktiv. So kämpften die Wehren gemeinsam gegen die Flammen.

Der Brand sei aber noch nicht so groß gewesen wie am Ostermontag, erklärt der Ortstwehrleiter Pretzien/Plötzky im Gespräch mit der Volksstimme. Trotzdem waren allein 14 Kameraden seiner Wehr mit zwei Fahrzeugen im Einsatz. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute vor Ort, erklärt Einsatzleiter und Gommeraner Ortswehrleiter Steven Vonend auf Nachfrage der Volksstimme. Vorallem aufgrund der benötigten Technik waren so viele Kräfte von Nöten. Über mehrere hundert Meter wurde wieder ein Pendelverkehr aufgebaut, damit das Wasser auch vom Hydranten oder vom See zur Einsatzstelle geführt werden kann.

Das Feuer hatten die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle. Schwieriger ist es bei derartigen Stapelbränden alle Glutnester abzulöschen. Eine langwierige Aufgabe, wie auch der Pretziener Ortswehrleiter Vorwerk bestätigt. Mit sogenannten Löschlanzen dringen die Feuerwehrleute in den Stapel ein und löschen mit viel Wasser ab. Bis auf 20 Grad Celsius wird der Brandort heruntergekühlt, so Vorwerk. Insgesamt waren die Kräfte bis 2.15 Uhr im Einsatz, ergänzt Steven Vonend.

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Einiges deutet im Zusammenhang mit den vorherigen Bränden auf Brandstiftung hin. Auch dieser Holzstapel brannte dicht an einem Waldstück. Das Feuer sei zudem mittig aus dem Stapel heraus entstanden, wie es auch bereits bei anderen Bränden der Fall war. Die Flammen fressen sich dann von unten nach oben durch das Holz. Ein in dem Zusammenhang wirkungsvoller Kamineffekt entsteht. Zudem sind die vergangenen Brände in Ostelbien in einem ähnlichen Zeitfenster aufgetreten.

Die Aufklärung der Vorfälle obliegt der Polizei. Weitere Infos dazu folgen.