Eickendorf l Die Ortsfeuerwehr Eickendorf hat ihre Einsatzleuchten wieder. Diese waren nach einem Einsatz in Biere vor rund zwei Wochen, wo ein Gebäudebrand 65 Kameraden aus vier Wehren alarmierte, verschwunden.

Auf Facebook hat die Eickendorfer Wehr dann auf den Verlust der zwei Lampen aufmerksam gemacht. „An den ‚ehrlichen Finder‘, welcher unsere Leuchten zur Absicherung der Einsatzstelle am Samstagmorgen in Biere mitgenommen hat. Sicherlich wusstest du nicht, dass die Leuchten zur Absicherung der ehrenamtlichen Kameraden genutzt werden“, so der Facebookbeitrag. Darunter riefen die Kameraden dazu auf, die Lampen doch bitte wieder zurückzugeben.

Versehentlich eingepackt

Und die Lampen wurden wieder zurückgegeben – und zwar von der Freiwilligen Feuerwehr Welsleben, die diese versehentlich eingepackt hatte.

„Das kann schon mal passieren. Es war ja kein kleiner Einsatz und allerlei Ausrüstung wurde von den Fahrzeugen geholt“, sagt Kevin Ritter, Ortswehrleiter in Eickendorf. Zunächst habe man bei der Feuerwehr Eickendorf aber gedacht, dass die Lampen gestohlen worden sind. „Das wäre auch das erste Mal gewesen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass uns schon mal etwas gestohlen wurde“, so Ritter.

Kontrolle des Fahrzeugs

Dass Einsatzgeräte und Ausrüstungsgegenstände beim Einsatz verloren gehen, geschieht laut Kevin Ritter auch nur äußerst selten. „Bevor eine Einsatzstelle verlassen wird, kontrolliert der Maschinist das Fahrzeug auf Vollständigkeit. So kann eigentlich nichts vergessen werden“, sagt der Ortswehrleiter. Darüber hinaus achten die Feuerwehrleute natürlich auch selbst auf ihre Ausrüstung. „Das kostet ja auch alles Geld und das wissen die Kameraden. Sie achten auf ihr Equipment“, so Ritter.

Laut Kevin Ritter sind Verlust oder gar Diebstahl von Einsatzausrüstung also nahezu kein Problem für die Feuerwehr. Ganz anders sieht es da beim Verhalten mancher Bürger aus. „Eine Sache, die immer wieder mal vorkommt, ist, dass die Leute die Absperrungen von Einsatzstellen missachten“, sagt der Eickendorfer Wehrleiter.

Absperrung missachtet

Ein Beispiel liefert Ritter direkt hinterher. So sei es schon vorgekommen, dass die Feuerwehrleute einen auf der Straße liegenden Baum entfernen mussten. Dazu musste dieser zunächst mit einer Kettensäge zerkleinert werden. „Ein älterer Herr, der nur ein kurzes Stück weiter wohnt und mit dem Auto nach Hause wollte, ist dann einfach mitten durch die Einsatzstelle gefahren. Er hat sich bestimmt nichts böses bei gedacht, aber so können auch Unfälle passieren“, sagt Kevin Ritter.

Und auch Schaulustige sind keine Seltenheit, wenn die Feuerwehr einen Einsatz hat. Damit haben sich die Kameraden mittlerweile schon abgefunden. „Dass die Leute gaffen, ist ja fast schon normal. Aus diesem Grund haben wir auch immer Decken dabei, um die Sicht auf Unfallopfer zu verdecken. Da haben wir uns schon dran gewöhnt.“