Schönebeck/Staßfurt (hh) l Über die Sommerferien wurden sämtliche Insellösungen dementsprechend umgestellt. Somit sei es Schülern wie Lehrern möglich, diese Infrastrukturen mit personalisierten Zugängen zu nutzen. Darüber informierte Landrat Markus Bauer (SPD) in einem Pressegespräch.

In kürzester Zeit hätten der Fachdienst Informations- und Kommunikationstechnik weitere 100 Access-Points (Zugangspunkte) für das WLAN (Abkürzung für Wireless Local Area Network - drahtloses lokales Netzwerk) geschaffen und in die bereits aufgebaute Landschaft mit insgesamt 78 vernetzten Standorten integriert. Das teilt Marianne Bothe, Mitarbeiterin der Kreis-Pressestelle in einer Mitteilung mit.

Zum Einsatz würden dabei hochverfügbare Verwaltungskomponenten kommen. Dabei ergänze das neue WLAN das bisherige Netzwerk in den Schulstandorten, das weiter bestehen bleibt. Schüler und Lehrer können sich beim Lernen und Lehren nun sowohl schul- als auch standortübergreifend im Salzlandkreis bewegen und haben, unabhängig von Standort und Gerät, Zugriff auf das WLAN des Salzlandkreises, solange es in Reichweite ist.

Völlig neues Lernen

Völlig neue Lernzonen würden sich eröffnen, heißt es in der Mitteilung, zum Beispiel für ein Grünes Klassenzimmer oder Biologieunterricht im Freien. Für Projekte, im Austausch mit Partnerschulen oder auch Firmen sei auch ein sogenanntes Gastportal entstanden, mit dem sich die Besucher, ähnlich wie in Hotels, Zugriff auf das WLAN der Schule geben lassen können. Mit diesem System setze der Salzlandkreis Standards, Schülern biete er interessante Lernbedingungen, den Lehrern attraktive Arbeitsplätze.

Zuletzt seien innerhalb des gesamten Landkreis-Verwaltungsnetzes das Salzlandmuseum und das Wohnheim der Berufsschule in Schönebeck mit WLAN ausgestattet worden.

Bis zum Herbst gebe es den drahtlosen Netzzugang auch im Sitzungssaal des Kreistages. Aufgrund des zentral verwalteten Ansatzes werde es Schülern und Lehrern dann auch dort möglich, sich für ihre Arbeitsaufgaben in das WLAN einzuloggen.

Selbst ein WLAN für die Bürger des Salzlandkreises oder für alle Studierenden rücke in die Nähe des Möglichen und wird in seiner Machbarkeit geprüft.

Kreis ist verantwortlich

Auch das neue WLAN zur Nutzung des Schulnetzes im Salzlandkreis werde technisch im Rechenzentrumsverbund des Salzlandkreises produziert und eigenständig betrieben: Sämtliche Daten der Kreisverwaltung, des Eigenbetriebs Jobcenter sowie der Schulen in eigener Trägerschaft würden beim Landkreis liegen.

„Diese jüngste Neuerung bringt uns einen wesentlichen Schritt voran“, zeigt sich Landrat Markus Bauer hocherfreut, dass die Freischaltung zum Schuljahresbeginn gelingt. „Mit der Umsetzung von ,IT macht Schule‘, dem Landkreis-Projekt, werden wir es 12 000 Schülern und 1000 Lehrern aller Schulformen in Landkreis-Trägerschaft ermöglichen, sich die so wichtige, weil zukunftsorientierte Medienkompetenz anzueignen. Und der Salzlandkreis insgesamt erfährt eine weitere Aufwertung. Ganz nach den Kernthemen, die wir konsequent verfolgen: ,Wirtschaft – Wissenschaft - Wohnen im Salzlandkreis‘“, so der Landrat.