Coronapandemie

Impfzentrum in Schönebeck geschlossen

Nicht genügend Impfstoff zur Verfügung / Hausarzt sieht durch Schließung keine stärkere Belastung in den PraxenSchönebeck

Von Jan Dahms
Die Tür des Schönebecker Impfzentrums bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Die Tür des Schönebecker Impfzentrums bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Foto: Jan Dahms

Schönebeck - „Die Impftation in der Stadt Schönebeck hat ihre Arbeit eingestellt“, teilt die Stadt am Montag, 14. Juni 2021 auf ihrer Internetseite mit. Grund dafür sei, dass kein Impfstoff für weitere Erstimpfungen zur Verfügung stehe, erklärt einen Tag später Pressesprecher Frank Nahrstedt auf Anfrage der Volksstimme. Trotzdem bleiben die Türen nicht für immer geschlossen .„Sollten in den kommenden Wochen größere Mengen an Impfstoff zur Verfügung stehen, ist auch eine Aktion zur Impfung in Schönebeck denkbar“, so Nahrstedt.

Kritik an der Entscheidung

Das verlassene Gelände des Impfzentrums sorgt dennoch für Kopfschütteln. „Ich kann das nicht verstehen. Die Leute wollen doch geimpft werden. Und die Hausärzte impfen natürlich erstmal ihre Patienten“, sagt ein Passant zu der Schließung.

Keine Mehrbelastung in den Hausarztpraxen

Dagegen sieht der Schönebecker Allgemeinmediziner Dr. Burkhard John die Schließung des Impfzentrums gelassen. „Ich gehe nicht davon aus, dass die Hausärzte dadurch mehr belastet werden“, meint er. Die Nachfrage nach Impfungen, würden sich schon jetzt gut auf die vielen Arztpraxen verteilen. Die Betriebsärzte würden einen großen Schwung annehmen.

Wenig verfügbarer Impfstoff vorhanden

Das größte Problem, auch für die Praxen, sei aber nach wie vor, die zu geringe Menge an verfügbarem Impfstoff, erklärt Dr. John. Die Praxis bekomme erst sehr kurzfristig Bescheid, welcher Impfstoff in welcher Menge geliefert werde. „Das führt dazu, dass die Impftermine nur sehr kurzfristig geplant werden können“, erklärt Dr. Burkhard John.

Termine für Erstimpfungen im Impfzentrum Staßfurt

Wer sich noch impfen lassen möchte, für die gibt es laut Stadt folgende Alternativen: „Termine für Erstimpfungen sind bei den niedergelassenen Ärzten oder im Impfzentrum in Staßfurt zu erfragen.“ Nach Angaben der Stadt, stehe außerdem noch bis auf Weiteres die Hotline-Nummer (03928) 71 06 30 zur Verfügung. Sie solle für Nachfragen zu bereits erfolgten Impfungen im Bereich Schönebeck genutzt werden. Das Impfzentrum ist seit April dieses Jahr auf dem ehemaligen Geländes des Deutschen Roten Kreuzes an der Böttcherstraße in Betrieb gewesen.