Barby/Berlin l „Das hätten wir uns nie im Leben träumen lassen, unter den Erstplatzierten zu sein“, gestand Jugendklubleiterin Vanessa Krüger gestern. Schließlich hatten sich für die aktuelle Wettbewerbsrunde 217 Initiativen aus ganz Deutschland beworben. Die Barbyer hatten sich mit einem Projekt beteiligt, das geflüchteten und sozial benachteiligten Jugendlichen den Wassersport näher bringt. Das stärke das Zusammengehörigkeitsgefühl bei den Zugewanderten und Einheimischen. Letzteres wurde in Berlin in der Laudatio besonders hervorgehoben. Gemeinsam gestalteten die jungen Mitglieder des „Teen Club“ Mannschafts-Schlauchboote und organisierten Bootsrennen im Barbyer „Seepark“ sowie einen großen Aktionstag mit 300 Gästen, um auf die Vielfalt der Stadt aufmerksam zu machen.

Als Auszeichnung spendierte die Bertelsmannstiftung eine Dreitagesfahrt nach Berlin. „Die Kinder hatten dafür eine Freistellung von der Schule bekommen“, erzählte Vanessa Krüger. Die hätten sie auch gebraucht, denn gestern, am Rückreisetag, hingen viele der Berlinprämierten noch ganz schöne durch. „Es war anstrengend aber sehr schön und erlebnisreich“, sagte die Awo-Jugendklubleiterin strahlend.

Model Rebecca Mit kommt

Höhepunkt war die Auszeichnungsveranstaltung, an der über 150 Jugendliche aus ganz Deutschland teilnahmen. Dabei kamen die jungen Leute mit den Botschaftern des Integrationswettbewerbes zwanglos ins Gespräch, die allesamt einen Migrationshintergrund haben. Fußballer Gerald Asamoah, die Reggae-Band „Culcha Candela“, der Komiker Bülent Ceylan, Sängerin Maite Kelly oder die Tänzer der „Urban Dance Crew FanatiX“.

Ein besonderes Freizeiterlebnis sei auch der Besuch des Multi-Kulti-Bereiches der Sonnenallee gewesen, wo viele Kulturen der Welt nebeneinander leben.

Der „Teen Club“ bekommt in diesem Jahr Besuch von Model und Moderatorin Rebecca Mir, die zu den prominenten Botschaftern des Integrationswettbewerbs zählte. Im Sommer sind wieder ein „Seeparkfest“ sowie der Tag der Demokratie am 6. Mai in Barby geplant.