Calbe l Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden weiter von der Polizei täglich kontrolliert, bestätigte gestern auf Nachfrage Polizeihauptmeister Jens Götze. Der Regionalbereichsbeamte ist jeden Tag in der Stadt unterwegs und fährt das Stadtgebiet ab, um die Einhaltung der Regelungen zu kontrollieren, schildert er. Probleme habe es demnach nur vor einem Supermarkt gegeben. Hier habe er mehrere Bürger angetroffen, die sich in der Gemeinschaft dem Konsum alkoholischer Getränke widmeten, schilderte er. Mehrfach habe er die Menschen darauf hingewiesen, dass dies aktuell nicht erlaubt sei. Die Bürger dürften in der Öffentlichkeit nicht mehr in größeren Gruppen zusammen stehen. Regelmäßig kontrolliert die Polizei die Parkplätze der Supermärkte, bestätigte er.

Sehr rücksichtsvoll sei es nach seiner Beobachtung auf dem Wochenmarkt zugegangen. „Die Menschen haben sehr viel Abstand gehalten und standen weit mehr als die geforderten Distanz auseinander“, hat er beobachtet. Das zeige, dass die Bürger den Zweck der Maßnahmen erkannt haben und sich entsprechend verhalten.

Denn werde die Kontrolltätigkeit auch über Ostern weiter fortgesetzt, kündigte er an. Unterstützt werden die Beamten vor Ort dabei von der Bereitschaftspolizei, die regelmäßig in den Orten auf Streife sei, wenn die Regionalbereichsbeamten nicht mehr im Dienst seien, erklärte er. Auch am Osterwochenende seien die Bereitschaftspolizisten deshalb auf den Straßen unterwegs.

Das schöne Frühlingswetter und die Wärme locke die Menschen natürlich nach draußen. In Calbe sei dies aber kein Problem. Den Einwohnern stehen großzügige Grünanlagen zur Verfügung. Wer sich in der frischen Luft bewegen wolle, könne etwa an der Saale spazieren gehen oder auch zum Wartenberg laufen.

Zwar ist der Wartenberg selbst für den Besucherverkehr gesperrt worden. Dennoch lohnt der Weg dorthin. Nicht nur das Spazierengehen ist erlaubt. Die Bürger können sich auch auf das Fahrrad setzen und eine Runde um die Stadt drehen und die Sonne genießen. Immer wieder stößt der Regionalbereichsbeamte auf seinen Streifenfahrten auf Fußgänger. Vor allem Hundehalter sind viel in der Natur zu sehen. Doch halten alle Abstand zueinander, hat er bemerkt. Nicht jeden Tag sind die Beamten mit dem Wagen in der Saalestadt unterwegs. Mindestens einmal in der Woche sind sie auch zu Fuß in der Stadt unterwegs. Die Fußstreife sei wichtig, um auch mal mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. In Zeiten der Corona-Pandemie werden die Gespräche aber begrenzt und meistens grüßen die Polizisten die Bürger nur freundlich. Später, wenn die Beschränkungen aufgehoben sein werden und die Normalität wieder in den Alltag kehrt, bleibt immer noch Zeit für die Gespräche. Irgendetwas ergebe sich immer mal, weiß Jens Götze. Außerdem kennt er viele Einwohner und freut sich auch schon mal auf einen Smalltalk auf der Straße.