Calbe l Auch wenn der Breitensport aktuell wegen der Corona-Pandemie wieder nicht mehr erlaubt ist, dürften sich die Fußballer aber auf das Ende des neuerlichen Lockdowns freuen. Denn in der vergangenen Woche nahm die Stadt als Träger der Sportanlagen an der Saale eine neue Flutlichtanlage in Betrieb. Das teilte die Verwaltung mit.

Eigentlich sollte der Umbau bereits im Jahr 2019 erfolgen, heißt es weiter. Das Land hatte die Kommunen dazu aufgerufen Anträge zu stellen, um auf den Sportplätzen moderne und vor allem stromsparende Beleuchtung einzusetzen. Calbe ging allerdings leer aus wie viele andere Antragsteller. Die Nachfrage nach den Fördermitteln, zu denen der Antragsteller keine Eigenmittel bereitstellen musste, war viel höher als das bereitgestellte Budget.

Um Mittel beworben

Hunderte Anträge seien im vergangenen Jahr deshalb abgelehnt worden, teilt die Stadt mit. In 2020 stellte das Land demnach noch einmal Geld für die Verbesserung der sportlichen Infrastruktur im ländlichen Raum zur Verfügung. Calbe bewarb sich erneut um die Mittel und war diesmal zum Teil erfolgreich. Die Saalestadt erhielt 24.000 Euro.

In den vergangenen Tagen wurden die acht Jahrzehnte alten Lampen am Sportplatz abgebaut und durch vier moderne Strahler mit Leuchtdioden bestückte, ersetzt. Nur etwas mehr als 400 Watt Leistung besitzt je ein Strahler.

Stromkosten sparen

Der Umbau lohnt sich gleich in vielerlei Hinsicht. So spart die Kommune mit der modernen Anlage jede Menge Strom ein. Weniger Stromverbrauch heißt auch weniger Erzeugung von Kohlendioxid in den Kraftwerken. Außerdem sind die modernen Leuchtdioden sehr langlebig und können Jahrzehnte funktionieren.

Bereits bei der Straßenbeleuchtung setzt die Stadt seit Jahren konsequent auf moderne Leuchtdioden und baut die Straßenlampen bereits seit Jahren um. Das zahlt sich mit dem Beginn des Umbaus bereits aus. So spart die Kommune jede Menge Strom und viel Geld. Der Umbau auf die moderne Beleuchtung trägt sich über mehrere Jahre betrachtet, selbst. Anschließend hat die Kommune mehr freie Mittel im Haushalt zur Verfügung und der Stadtrat kann hier neue Prioritäten setzen.

Weitere Sportplätze ausstatten

Bei der Ausleuchtung der Sportanlagen will die Kommune nach den Worten des Bürgermeisters weiter am Ball bleiben. Im Blick haben die Sportler dabei die beiden Außenplätze. Normalerweise werden sie beinahe täglich unter der Woche von den Mannschaften der verschiedenen Altersgruppen in den Nachmittags- und Abendstunden genutzt. Gerade im Spätherbst und Winter gestaltet sich die Nutzung schwierig, weil die Sonne in diesen Tagen bereits früh versinkt.

Ohne Kunstlicht ist an einen Trainingsbetrieb dann nicht mehr zu denken. Die Stadt hat angekündigt, auch in Zukunft weiter zu versuchen, noch Fördermittel für die anderen beiden Plätze einzuwerben. Die Kommune hat dabei einige Fakten auf ihrer Seite, die bei kommenden Fördermittelrunden vielleicht ganz hilfreich sein könnten. So ist der Organisationsgrad von Kindern und Jugendlichen im Sport in der Saalestadt beinahe einzigartig. Stolz hat Bürgermeister Sven Hause, der in Personalunion auch Vorsitzender des Sportvereins ist, dies immer wieder erwähnt.