Bad Salzelmen l Pünktlich zum Winterferien-Anfang hatte es Frau Holle gut gemeint. Vor allem den Kindern bescherte sie eine weiße Winterpracht. Das Wochenende konnten auch die Erwachsenen der Sorgestraße trotz morgendlichen Schneeschiebens noch ungehindert genießen. Doch dann begannen die Probleme.

Montagmorgen wird's schwer

Am Montagmorgen gab es für die Anlieger, die zur Arbeit mussten, kaum ein Durchkommen. Die anbindenden Straßen, Magdeburger Straße und Am Solgraben, wurden durch den städtischen Winterdienst geschoben. In der dazwischen liegenden Sorgestraße entstand so ein riesiger Schneehügel – unüberwindbar für die Autofahrer der Sorgestraße. „So machten sich die ersten Anwohner per Schaufel und Schneeschieber daran, die Zufahrten zu besagten Straßen freizuschaufeln“, berichtete Familie Riechert. Der Neuschnee am Dienstag verschlimmerte aber die Situation.

Beispielhaftes Miteinander

„Weitere Schneefälle veranlassten einen Mitbewohner der Straße, einen Radlader zu organisieren und die Sorgestraße in Eigeninitiative von den Schneemassen zu befreien“, lobten die Riecherts ihren Nachbarn Rene Zander. Alle Anwohner der Straße standen mit Schneeschiebern, Schaufeln und Besen „bewaffnet“ bereit und in drei Stunden war die ganze Sorgestraße von Schnee befreit und parkende Autos freigeschaufelt. Die Schneemassen wurden mit Genehmigung der Stadt auf eine Freifläche Am Solgraben gebracht.

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„Ein beispielhaftes Miteinander zeigte, was man zusammen erreichen kann und dass Nachbarschaftshilfe hier immer noch vorhanden ist“, freute sich das Ehepaar Riechert. „Am Ende gab es ein gegen- seitiges Dankeschön für die Hilfe und so mancher Anwohner war stolz, dass er dabei war.“ Besonderen Dank verdiente sicherlich Rene Zander, „der sich auch um die Genehmigungen von der Stadt kümmerte“.