Schönebeck l Schon vor der Rehaklinik Waldburg-Zeil in Bad Salzelmen weihnachtet es. Die große Tanne erstrahlt im Lichterkettenglanz, ein kleiner Schlitten mit Rentiergespann und ein Dekostern sind ebenfalls mit warmen Lichtern ausgestattet, und am Dach zum Haupteingang der Rehaklinik weisen fließende Lichterketten den Weg in die Klinik. Den allerdings dürfen Besucher zur Zeit nicht gehen. Denn aufgrund der Corona-Pandemie herrscht derzeit ein Besuchsverbot – auch an den zurückliegenden Weihnachtstagen.

Dennoch haben sich viele Patienten entscheiden, die Feiertage in der Klinik zu verbringen. Teils weil sie zu Hause mitunter niemanden mehr haben, teils aber auch, um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, wie Simone Meyer, Mitarbeiterin der Klinikverwaltung berichtet.

Rückkehrer werden getestet

Wer allerdings nach Hause fahren wollte – und das aus medizinischer Sicht auch möglich war – konnte das, berichtet Simone Meyer. „Wenn die Patienten dann wiederkommen, werden sie wie auch jeder neu aufgenommene Patient zur Zeit auf das Coronavirus getestet“, erklärt Simone Meyer.

Bilder

Um auch in der Klinik Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, haben die Mitarbeiter aber nicht nur dekoriert, sondern wie in jedem Jahr auch ein Programm für die Feiertage ausgedacht. Das allerdings musste in diesem Jahr entsprechend der Coronaregeln geplant werden. Und damit haben die Mitarbeiter der Klinik bereits im September begonnen. „Die epidemiologischen Zahlen zur Covid-19-Pandemie und die damit zusammenhängenden Maßnahmen und Verordnungen veränderten stetig die Pläne“, erzählt die Verwaltungsmitarbeiterin.

Weniger Weihnachtsprogramm

Die Mitarbeiterweihnachtsfeier wurde bereits frühzeitig gestrichen, der traditionelle Weihnachtsspaziergang mit Schönebecks Nachtwächter Jeff Lammel durch den Bad Salzelmener Kurpark ebenfalls.

Und auch um das eigentliche Adventsprogramm für die Patienten der Rehaklinik stand es zwischenzeitlich schlecht. Viele Traditionen waren einfach nicht möglich. „Das Adventsprogramm mit Weihnachtsmarkt in der Klinik, der Auftritt der Kindergartenkinder vor den Rehabilitanden, gemeinsames Singen – alles war nicht möglich“, erklärt Simone Meyer. Was in der Vorweihnachtszeit geblieben war: Weihnachtsbasteln in kleinen Gruppen, eine Buchlesung und ein Diavortrag – natürlich alles unter Beachtung der Hygieneregeln.

Beiträge von Kindern auf TV-Bildschirm

Die Weihnachtstage 2020 standen für die Patienten der Klinik vor allem im Zeichen des Besuchsverbots. Und das bedeutete eben auch, dass das schon zur Tradition gewordene Programm der Kinder von Mitarbeitern am Heiligabend zur Rehabilitandenweihnachtsfeier nicht möglich war.

Aber Technik sei dank, konnten die Beiträge der Kinder den Rehabilitanden alternativ per Video vorgespielt werden – und das kam an. „Weihnachtslieder, Gedichte und gute Wünsche zum Fest und für die Gesundheit aus Kindermund erfreuten die Rehabilitanden“, berichtet Simone Meyer von den Festtagen.

Musiker zur Weihnachtsfeier

Durch die Beiträge der Kinder führte Dr. Kerstin Rohkohl, Chefärztin der orthopädischen Abteilung, und die kommissarische Klinikdirektorin Carola Jusko. Der Weihnachtsmann hatte sie zudem beauftragt, in seinem Namen Geschenke an die Patienten zu überreichen.

Und für das leibliche Weihnachtswohl hatte das Küchen-Team passenden Leckereien serviert. Ein bisschen Unterhaltung abseits der Video-Beiträge der Kinder gab es aber trotz der Corona-Beschränkungen. Musikalisch untermalt wurde der feierliche Abend von Stoyan Stivie Stoyanov.

Der Musiker begleitet die Weihnachtsfeierlichkeiten in der Bad Salzelmener Rehaklinik bereits seit 2014. Der Berufsmusiker und ausgebildete Musiktherapeut kommt Stoyan Stivie Stoyanov auch regelmäßig in die Rehaklinik, um mit den Patienten zu singen. „Es gelang trotz Corona, eine weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen, die die Rehabilitanden sehr genossen haben“, fasst Simone Meyer diese besonderen Tage sowohl für die Mitarbeiter der Klinik als auch für die Patienten zusammen.