Schwarz l Das Rolandfest in Schwarz Ende Juni 2019 war die größte öffentliche Veranstaltung seit vielen Jahren. Der Schwarzer Ortsbürgermeister Manfred Grimm (ALC/SPD) hatte um eine Veranstaltung in seinem Ort bei Bürgermeister Sven Hause geworben. Allerdings konnte er dann selbst nicht am Rolandfest, welches in dem Ortsteil gefeiert wurde, teilnehmen.

Hintergrund war ein privates Jubiläum. Im Frühjahr feierte der langjährige Ortschef Goldene Hochzeit. Im Juni, so war es verabredet und gebucht, sollte eine Fahrt an die Ostsee der Höhepunkt sein. Ausgerechnet zum Rolandfest war der Ortsbürgermeister verreist. „Wenn ich das wegen des Festes abgesagt hätte, hätte sich meine Frau scheiden lassen“, sagt er.

Schwarz im Mittelpunkt

Er habe sich sehr gefreut, dass es in Schwarz ein großes Fest geben werde, sagte er rückblickend. Nach vielen Jahren sei der kleine Ort wieder einmal für einige Tage in den Mittelpunkt der Bürger gerückt. Allerdings seien die Besucherzahlen etwas enttäuschend geblieben, räumte er ein. Die breite Masse der Calbenser Bevölkerung habe den Weg leider nicht nach Schwarz gefunden.

In Zukunft, meint der Ortschef, könnten Dorffeste in seinem Ort ruhig etwas kleiner ausfallen. Für diese Art von Festen besitzen die Schwarzer eine gut ausgebaute Festscheune im Dorfzentrum. Das Gebäude wurde zwar privatisiert, steht den Bürgern aber für Veranstaltungen nach wie vor offen.

Zusammenhalt durch Feste

Ein kleines Dorffest zum Sommer mit etwas Musik sei eine ausreichende und schöne Veranstaltung für die Schwarzer. Es müsse nicht immer ein Superlativ sein, schätzt er ein.

Dorffeste seien für den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft ebenso wichtig wie die Veranstaltungen in der Stadt. Vielleicht gelinge es 2020, ein kleines Sommerfest im Ortskern auf die Beine zu stellen, hofft der engagierte Ortschef. Wie die Stadt sei auch Schwarz dabei auf Spenden angewiesen, um die Kosten zu stemmen.

Sponsoren stellen Bühne

Das Rolandfest hatte die Stadt über Spenden finanziert. Viel Geld kann die Saalestadt in Zukunft sparen, da Sponsoren Calbe, Barby und Bördeland eine große mobile Bühne zur Verfügung stellten. In der Vergangenheit haben die Kommunen bereits sehr viel Geld für den Aufbau der Bühnentechnik ausgegeben.

Das ist nun nicht mehr notwendig. Die Kommunen können den Betrag nun für die Inhalte der Veranstaltungen viel besser verwenden, schwärmte der Calbenser Bürgermeister Sven Hause bei der Übergabe der Bühne.