Schönebeck l Eine Postkartenaktion für eine mögliche Rettung des geschlossenen Freibades nimmt an Fahrt auf. „Ich habe bisher rund 50 Antworten von interessierten Bürgern bekommen“, sagte Stadträtin Anne Schönemann (parteilos/Fraktion Die Linke). Mit Hilfe von Postkarten sucht die Kommunalpolitikerin engagierte Schönebecker, die mit ihr gemeinsam einen neuen Förderverein zur Rettung des Freibades gründen möchten. „Ich möchte gern wissen, ob die Bürger noch Interesse an ihrem Freibad haben und auch bereit sind, etwas für den Erhalt zu tun. Denn allein könnte ich das auch nicht stemmen“, sagte Anne Schönemann.

Für die Aktion hat die Politikerin auf eigene Kosten 200 Postkarten drucken lassen, die sie an verschiedenen Orten in Schönebeck verteilt hat. Unter anderem gibt es die Karten an der Volkshochschule, im ehemaligen Pionierhaus, in der Sonnenapotheke und der Mischer Apotheke sowie im Asia-Imbiss an der Welsleber Straße.

Treffen mit allen Interessenten geplant

Ein Konzept für das Freibad hat Schönemann noch nicht ausgearbeitet. Das wäre eine Aufgabe für den neuen Förderverein. Anfang nächsten Jahres möchte die Politikerin alle Interessenten, die sich per Postkarte haben, zu einem Treffen einladen. Dann soll über das weitere Vorgehen und die Gründung eines Vereins beraten werden. Da Schönemann noch nicht dazu gekommen ist, alle Postkarten zu verteilen, möchte sie die Aktion möglicherweise auch noch ein paar Wochen länger laufen lassen.

Als Adresse für die Postkarte hatte Anne Schönemann als Stadträtin das Rathaus angegeben – sehr zum Missfallen von Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU). Schönemann hatte sich bereits bei der Sitzung des Stadtrates dafür entschuldigt, weil sämtliche Postkarten an das Rathaus geschickt werden. Die Adresse lässt sich nun jedoch nicht mehr ändern.