Schönebeck l „Wir haben gar keine andere Wahl, als den ,Tag der offenen Unternehmen‘ nächstes Jahr zu wiederholen“, sagt Mario Babock, Vorsitzender des Wirtschaftsrates der Stadt. Anfangs mit ernster Stimme, doch die Freude kann er nicht lange verbergen. Die Premiere des Aktionstages am 28. September ist auf Unternehmer- und auf Besucherseite sehr gut angekommen.

„Bei einer Abfrage im Nachgang haben sich 70 Prozent für eine Neuauflage gleich im nächsten Jahr ausgesprochen. Es wären wohl sehr viele traurig, wenn wir den Tag im Zwei-Jahres-Rhythmus oder gar nicht mehr anbieten würden“, sagt Mario Babock in einer Auswertungsrunde. Deshalb habe sich der Wirtschaftsrat entschlossen, den zweiten „Tag der offenen Unternehmen“ am 26. September 2020 anzusetzen.

20 Unternehmen sind es gewesen, die sich und ihr Tätigkeitsfeld bei der Premiere präsentiert haben. Einige wollen im kommenden Jahr pausieren. Andere wollen – davon gehen die Organisatoren aus – neu dazukommen. Die Besucherzahl schätzen die Initiatoren – Wirtschaftsrat und Wirtschaftsförderung der Stadt – auf 800. „Das ist noch steigerungsfähig“, merkt Steffen Schultze vom Wirtschaftsrat augenzwinkernd an, zeigt sich aber schon sehr zufrieden mit der Premiere.

Die Firmen sollen für die nächste Runde zeitnah – Anfang 2020 – angeschrieben werden, können sich aber auch schon melden. Im Vergleich zur Erstauflage, die erst Anfang des Jahres reifte, bleibt somit den Unternehmen mehr Zeit, sich auf den Aktionstag vorzubereiten. Und auch den Organisatoren.

Rückmeldungen

Sven Ellert von der Wirtschaftsförderung geht auf die Abfrage-Ergebnisse ein. 15 von 20 Unternehmen haben den Fragebogen, der nach dem Aktionstag an die Teilnehmer verschickt worden ist, ausgefüllt:

• Für 73 Prozent der beteiligten Unternehmen sind die Erwartungen erfüllt oder sogar übererfüllt worden. „Dafür, dass es das erste Mal war, ist das ein sehr ordentliches Ergebnis“, schätzt Sven Ellert ein.

• Die Firmen sind unterschiedlich stark besucht worden. Die Angabe schwankte von 10 bis 350. Große Unternehmen wie ThyssenKrupp oder Ambulanz Mobile, die Einblicke in viele Bereiche gaben, hätten sehr guten Zuspruch gehabt, so Ellert. Aber auch Unternehmen, die eher nicht so im Fokus stehen, hätten 30 bis 50 Interessenten gezählt. „Da ist so mancher Geschäftsführer angetan gewesen.“

• Der Personaleinsatz lag zwischen einem und 15 Mitarbeitern. Die Kosten hat die Wirtschaft selbst getragen.

• Die Gästeanalyse hat ergeben, dass 17 Prozent Schüler gewesen seien, 46 Prozent Berufstätige und 37 Prozent Senioren.

• Auf die Frage, welche Beweggründe die Besucher genannt hatten, gaben alle allgemeines Interesse an. Hoch sei aber auch die Nachfrage nach einem Praktikum, einer Ausbildung oder möglichen beruflichen Umorientierung gewesen.

Ziel erreicht

„Das Ziel der Veranstaltung ist erreicht worden. Die Gäste zeigten reges Interesse am Unternehmen und für die Arbeitsplatzangebote“, resümiert Sven Ellert. Da der Termin bei allen gut ankam, soll die Neuauflage auch wieder in diesem Zeitraum sein, eben der 26. September 2020.

Was Wirtschaftsrat und Wirtschaftsförderung besonders freut: Im kommenden Jahr können sie auf Unterstützung bauen. Neun Unternehmen wollen sich in der Vorbereitung mit engagieren. „Das begrüßen wir sehr, da das Organisieren jetzt doch auf sehr wenigen Schultern lag“, so Sven Ellert.

Er gibt zudem zu, dass er erst Bedenken hatte, die Busse, die die Unternehmen ansteuerten, werden für eine Stadtrundfahrt genutzt. Sozusagen beim ersten Haltepunkt ein- und beim letzten aussteigen. Aber nein. „Ich war erstaunt, es war wirklich viel Bewegung drin“, sagt er. Die Transfermöglichkeit mit amerikanischen Schulbus und Ikarus sei gut angekommen. Auf der Fahrt haben Mitstreiter des Industriemuseums Geschichtliches zur Schönebecker Wirtschaft erzählt. „Das ist gut angekommen. Aber die Mitfahrenden wollten auch etwas Aktuelles über die Firmen hören, die angefahren werden. Das wollen wir beim nächsten Mal noch mit anbieten“, so Detlev Lorbeer von der Wirtschaftsförderung.

Firmen, die beim „Tag der offenen Unternehmen“ am 26. September 2020 dabei sein wollen, können sich schon jetzt melden bei: Wirtschaftsrats-Vorsitzender Mario Babock, Telefon (03928) 42 13 20, Mail info@bap-edelstahl.de.