Calbe l Einen Teilerfolg in der Diskussion über den Standort eines Hinweisschildes hat der Calbenser Stadtrat Gerhard Denkert (FWG Calbe) jetzt errungen. Der Fahrlehrer hatte im vergangenen Jahr angeregt, ein Hinweisschild auf der Kreuzung zwischen Hospitalstraße und Heimstättensiedlung zu versetzen. Die riesige Hinweistafel wurde auf einer Verkehrsinsel aufgebaut und steht genau im Sichtfeld der Autofahrer, die von der Hospitalstraße auf die Landesstraße abbiegen wollen. Die Tafel war dabei genau so befestigt worden, dass sie einem Teil der Autofahrer die Sicht auf die Landesstraße nahm.

Immer wieder erkundigte sich Gerhard Denkert in den Ausschüssen des Stadtrates nach den Gründen für den Aufstellungsort. Vor allem ärgerte ihn, dass es vermutlich wegen der Tafel häufig zu Unfällen an der Kreuzung kommt. Regelmäßig kollidieren hier Fahrzeuge miteinander.

Die für die Hinweistafel zuständigen Behörden erklärten in der Vergangenheit auf die Hinweise des Stadtrates Denkert, dass die Position und der Ort für das Hinweisschild auf der Kreuzung mit den Vorschriften in Einklang stehe. Mitarbeiter der Behörden schauten sich zudem vor Ort das Schild an und konnten die Hinweise des Stadtrates nicht nachvollziehen. Damit widersprachen sie allerdings der Alltagserfahrung vieler Calbenser, die sich regelmäßig von der Hinweistafel behindert sahen.

Nun gab es einen Kompromiss. Die Hinweistafel wurde um einen halben Meter nach oben verschoben, sagt Gerhard Denkert. Nun können auch die Fahrer von Autos, die eine höhere Sitzposition für den Fahrer vorsehen, unter der Tafel hindurchsehen und erkennen, ob aus Richtung Calbe Autos auf die Kreuzung zufahren.

Er hätte es zwar besser gefunden, wenn die Tafel ganz aus dem Kreuzungsbereich verschwunden wäre und neben der Straße aufgebaut worden wäre, sagte er. Aber das sei zumindest ein Anfang. Nach seinen Recherchen habe es in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Unfälle an der sonst sehr übersichtlichen Kreuzung gegeben. Ohne das Hinweisschild auf der Kreuzung wäre die Kreuzung auch sehr übersichtlich und hätte vermutlich deutlich weniger Unfälle, meint der erfahrene Fahrlehrer.

Schon um diese Unfälle zu vermeiden, hätte sich angeboten, die Tafel von der Kreuzung zu nehmen oder sie dort überhaupt nicht aufzustellen. Vor allem, da die meisten Autofahrer heute mit einem Navigationssystem unterwegs sind, stelle sich die Frage, ob in Zukunft noch die Vielzahl an Hinweisschildern notwendig sei, meint er. Erst in der vergangenen Woche, erzählt er weiter, habe es wieder an der Kreuzung einen Unfall gegeben. Ohne die Hinweistafel im Sichtbereich wären wohl viele dieser Zusammenstöße vermieden worden, ist er überzeugt. Warum es allerdings Monate dauern musste, bis Behörden auf Hinweise reagieren und eine Bereitschaft erkennen lassen, für Abhilfe zu sorgen, frage er sich schon. Er hofft jetzt, dass die neue Position der Hinweistafel dafür sorgt, dass die Zahl der Unfälle an der Kreuzung merklich abnehme. Sollten dort aber weiter regelmäßig Autos kollidieren, müsste vielleicht doch noch ein anderer Standort für die Hinweistafel in Erwägung gezogen werden, meint er.