Schönebeck l Da sind sich die Mitstreiter einig: Es geht nicht darum, dass hunderte, ja tausende Schönebecker durch alle hiesigen Unternehmen touren. Es geht darum, Besuchern mit einem wirklichen Interesse am Unternehmen Einblicke zu ermöglichen. Weil sie vielleicht einst dort gearbeitet haben und wissen wollen, was aus dem Betrieb geworden ist. Weil sie täglich an der Firma vorbeifahren und sich fragen, was denn dort hergestellt wird. Weil sie so erfahren können, dass viele Schönebecker Produkte sich in der ganzen Welt wiederfinden.

Unter dem Motto „Reingeschaut“ will der Tag des offenen Unternehmens am Sonnabend, 28. September, von 10 bis 16 Uhr Einblicke in Firmen geben, die ansonsten nicht für jedermann öffentlich zugänglich sind.

Eine Premiere für den Wirtschaftsrat Schönebeck, der dafür als Initiator den organisatorischen Hut auf hat. In enger Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt, denn die Kommune ist neben Unternehmern auch Mitglied.

Stolz auf Betriebe

Wann wäre der Tag des offenen Unternehmens gelungen? Da muss Mario Babock, Vorsitzender der Wirtschaftsrates, nicht lange überlegen: „Zu DDR-Zeiten waren die Schönebecker stolz auf ihre großen Betriebe wie Traktoren- und Dieselmotorenwerk, Sprengstoff- oder Gummiwerk. Sie haben davon erzählt, im Freundeskreis, im Urlaub. Wir wollen mit diesem Tag zeigen: Es gibt immer noch viele Betriebe in Schönebeck, auf die es sich lohnt, stolz zu sein.“ Und Steffen Schultze ergänzt: „Die Unternehmen sollen auch zeigen, was sie bieten – für die Bürger vor Ort und für die weite Welt.“ Die Mitglieder im Wirtschaftsrat würden sich freuen, wenn die Unternehmen der Stadt durch den 28. September bekannter werden, die Schönebecker mit mehr Stolz davon sprechen. „Das ist unser Hauptanliegen. Der Tag kann aber auch zum Werben von Auszubildenden und Mitarbeitern genutzt werden, aber das ordnen wir eindeutig unter“, so Mario Babock.

Mit der bisherigen Resonanz sind die Organisatoren zufrieden. 16 Unternehmen haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Weitere sind willkommen. Bis Ende August ist ein Anmelden noch möglich. Die Betriebe öffnen dann ihre Türen, lassen Einblicke in einzelne oder alle Bereiche zu. Viele werden auch etwas für das leibliche Wohl anbieten, sind sich die Mitstreiter im Wirtschaftsrat sicher. Einige bieten vielleicht sogar ein Rahmenprogramm, machen aus dem Tag ein Betriebs- oder Familienfest.

Bus-Shuttle

Die teilnehmenden Betriebe können individuell aufgesucht werden. Oder aber per Shuttle mit dem gelben amerikanischen Schulbus, vielen vom Elbebadetag bekannt. Mit am Bord wird ein Vertreter vom Industriemuseum Schönebeck sein und so manch‘ Interessantes aus der wirtschaftlichen Historie der Stadt erzählen.

Mario Babock und seine Mitstreiter sind gespannt, wie der Tag angenommen wird. Positiv gespannt. „Die Firmen, die mitmachen, sind durchweg von der Idee begeistert.“ Und das, obgleich sie wissen, dass sie mit eigenen Kosten rechnen müssen. Immerhin sind Mitarbeiter an einem Sonnabend vor Ort, die Maschinen laufen, Aktionen sind geplant ...

Übrigens: Den Tag trägt die Wirtschaft finanziell komplett selbst.

Sie wollen mit Ihrem Unternehmen aus Schönebeck auch mitmachen? Dann nehmen Sie Kontakt auf zum Wirtschaftsrats-Vorsitzenden Mario Babock, Telefon (03928) 42 13 20, Mail info@bap-edelstahl.de.