Schönebeck l Familien erhalten während der Corona-Pandemie einen einmaligen Bonus. Für jedes Kind wandern 300 Euro, überwiesen in zwei Abschnitten, als zusätzliches Kindergeld auf das Konto von Eltern. Für viele Familien ein wahrer Geldsegen. Was machen Schönebecks Eltern mit der ungeplanten Einnahmen? Die Volksstimme hat nachgefragt. Zwei Familien geben dabei Einblick darin, wofür sie das Geld verwenden: Marianne und Daniel Justus mit ihren drei Kindern Ivar (1), Mika (4) und Kjer (6) und die alleinerziehende Chantal Gerlt mit ihrer einjährigen Tochter Emilia.

Alle sind sich einig: Das Corona-Kindergeld ist ein wahrer Geldsegen. Der Kinderbonus ist Teil des Corona-Konjunkturpakets, das der Koalitionsausschuss jüngst beschlossen hat. Insgesamt wird der Bund 4,3 Milliarden Euro für den Kinderbonus aufwenden. Der Kinderbonus wird automatisch für alle Kinder gezahlt, die im September 2020 die Voraussetzungen für Kindergeld erfüllen. Darüber hinaus erhalten Eltern auch dann den Kinderbonus, wenn der Kindergeldanspruch im Laufe des Jahres endete oder erst nach September beginnt, so wurde es beschlossen.

Für Familie Justus bedeutet das insgesamt 900 Euro mehr in der Familienkasse. Was sie damit machen, wissen Marianne und Daniel genau. Ein Kleinbus soll her. Die Sonderzahlung wollen sie in das neue Gefährt investieren. „Wir haben viele Freunde in ganz Deutschland und sind sehr viel unterwegs“, erklärt Daniel Justus. „Das erhöht den Reisekomfort auf jeden Fall“, fügt seine Ehefrau Marianne hinzu. Natürlich reichen die 900 Euro allein nicht für die Anschaffung eines ganzen Kleinbusses, aber „wir hoffen, dass wir bis zum Jahresende das gesamte Geld zusammen haben“, so Daniel Justus.

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Konkrete Ideen, was sie mit der zusätzlichen Einnahme anstellen möchte, hat auch die 20-jährige Chantal Gerlt. Sie erzieht ihre einjährige Tochter Emilia allein. „Ich kann das Geld verwenden, um Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke zu kaufen.“ Eine „Tonie-Box“, ein Musikspielzeug für Kleinkinder mit verschiedenen Figuren, soll es werden. Außerdem soll die kleine Emilia eine Spielzeugküche bekommen. „Sie macht schon mit, wenn ich in der Küche stehe“, sagt Chantal Gerlt.

Das, was von dem Geld übrig bleibt, kommt auf das Sparkonto von Gerlts Tochter. Ebenfalls „gut angelegt“, wie die Schönebeckerin findet. „Meine kleine Tochter ist mein ganzes Herzstück. Mir ist sehr wichtig, dass es ihr an nichts fehlt.“ Diese Einstellung hat sie mit Daniel und Marianne Justus gemeinsam.