Wahrenberg l Zum letzten Hegeangeln in diesem Jahr kamen jüngst die Mitglieder des Anglerclubs Wahrenberg und Umgebung am Pachtgewässer, einem rund sieben Kilometer langen Abschnitt an der Elbe, zusammen.

In erster Linie ging es darum, den Raubfisch-Bestand und Zustand im Pachtgewässer zu überprüfen, sagt Anglerclub-Vorsitzender Wilfried Schmidt, der an jenem Tag 15 Angelfreunde bei schönstem Wetter begrüßte. Und es kam zu einem recht seltenen Fang: Ein Angler holte einen Zander an Land, was bekanntlich nicht überraschend ist. Allerdings führte der Fisch, der zu den Barschartigen zählt, ein kleines Detail mit sich. Dieses stellte sich als Transponder heraus. „Das war circa drei Zentimeter lang“, erzählte Schmidt, der genau wissen wollte, welches Institut dafür verantwortlich ist. Nach einem Anruf bei einer Behörde in Potsdam erhielt er die Information, dass es sich um das Institut für Angewandte Ökologie bei Geesthacht handelte und kontaktierte es. Dieses ist auf Informationen der Petrijünger angewiesen. Und zahlt für jeden aufgefundenen Transponder inklusive der Infos zum Fangort und der Größe des Fisches eine Prämie von 20 Euro. Die Auswertung des Hegeangelns, das um 7.30 Uhr startete, fand bereits um 10 Uhr am Elbestrand statt. Zwei große Hechte konnte Guido Grabowski an Land ziehen. Damit war er der erfolgreichste, gefolgt von Werner Plage und Ludwig Gyhra.

Nach der Auswertung der Ergebnisse blieben die Angler noch bei Getränken und Deftigem vom Grill zusammen. Im Dezember will der Vorsitzende bei der Jahreshauptversammlung ein Fazit ziehen, das durch die niedrigen Wasserstände nicht allzu positiv ausfallen sollte. Der über 100 Mitglieder starke Verein legt auch großen Wert auf die Pflege der Gewässer. So wurde in diesem Jahr unter anderem 15 Kilogramm junger Aalbesatz (einer wiegt zehn Gramm) in die Elbe getan.