Hobby

Angeln wird in Unseburg vor allem bei jungen Leuten immer beliebter

Der Sportfischverein „Am Bodestrand“ in Unseburg muss sich um Nachwuchs keine Sorgen machen. Angeln liegt im Trend.

Von Nora Stuhr
In Unseburg wird geangelt. Tino Schmidt ist Mitglied im Verein und angelt in einem Gewässer der Umgebung. Er sitzt am sogenannten Holl’schen Bruch.
In Unseburg wird geangelt. Tino Schmidt ist Mitglied im Verein und angelt in einem Gewässer der Umgebung. Er sitzt am sogenannten Holl’schen Bruch. Foto: Uwe Beyer

Unseburg - Stille, kein hektischer Alltag, drum herum Natur, der Wandel der Jahreszeiten, warten, abschalten – Für viele Angler ist das alles ein Grund, immer wieder ins Boot zu steigen oder sich ans Ufer zu setzen. Immer mehr Leute entdecken das Hobby für sich. Das macht sich auch in Unseburg bemerkbar.

Dort gibt es den Sportfischerverein „Am Bodestrand“. Mitglied Uwe Beyer angelt selbst seit vielen Jahren. Auch er hat beobachtet, dass mit der Corona-Situation das Interesse am Angelsport weiter gestiegen ist. Allerdings macht er auch auf den Umstand aufmerksam, dass während des Lockdowns keine Neuanfänger ausgebildet werden konnten.

Zum Angeln braucht man einen Fischereischein

Denn wer angeln will, kann nicht so losziehen, sondern braucht einen Fischereischein. Dazu muss eine Prüfung absolviert werden, die der Verein anbietet und die Lehrgänge dazu konnten auch nicht stattfinden. „Sie fanden in den letzten zwölf Monaten so gut wie nicht statt. Es ist auch eine große Herausforderung für die Angelvereine bei allen positiven Trends auf die ordentliche Ausübung der Angelfischerei zu achten“, so Beyer.

Er kann allen nur empfehlen, nach der Prüfung in einen Verein einzutreten. Denn damit werde das richtige Verhalten in und am Gewässer erst verinnerlicht. Er spricht von „Rücksichtnahme auf andere und vor allem auf die Vielfältigkeit der Natur.“ Das werde mit der Mitgliedschaft entwickelt und gefestigt. „Angler sind Naturfreunde“, steht für ihn fest.

„Ich bin ein Kochtopfangler“

Der Vorsitzende des Vereins, Dirk Kasten, angelt selbst seit 1988. Mit elf Jahren ist er in den Verein eingetreten. „Ich liebe die Natur und bin ein Kochtopfangler“, meint er, dass er gern fischt, was er dann auch isst. Es sei toll an der frischen Luft zu sein. „Angeln ist auch eine interessante Sache“, man lerne viel über die Fischarten, die es in den Seen gibt.

Die Sportfischer aus Unseburg haben ringsum Wasser. Kamplake, Holl’scher Bruch, Westerwiese und Bode von der Stappenbrücke in Wolmirsleben bis zum Wehr Rothenförde und der Mühlgraben bis zur Mündung Steinkopfgraben – das ist ihr Revier.

Im Moment hat der Verein einen, wie der Vorsitzende sagt, „stabilen Mitgliederzuwachs.“ Das pendele sich immer ein. Mal würden Leute dazu kommen, dann wieder weggehen. Zirka 120 Angler sind es im Moment.

31 Kinder angeln mit

Besonders stolz sind die Unseburger auf ihre Nachwuchstruppe. Sie zählt 31 Kinder. „Wir binden sie aktiv ein, bieten Schnuppertage an. Sie können den Jugendfischereischein erwerben und zahlen natürlich einen günstigen Beitrag. „Immer wieder sprechen uns Eltern der Mitglieder unserer Jugendgruppe an und freuen sich, dass wir dieses Erlebnis in der Natur den Kindern ermöglichen. Sicherlich auch, weil sie sich ihrer eigenen Kindheit erinnern“, schätzt Uwe Beyer ein und fügt hinzu: „Angler sind Naturschützer. In der Gesamtheit wohl die größte und älteste Vereinigung dieser Art in Deutschland. Das leben und vermitteln wir und immer mehr Menschen schätzen dies und möchten ihren Teil dazu beitragen.“ Außerdem hegen und pflegen die Sportfischer die Uferzonen.