Spendenaktion

Egelner sammeln 3500 Euro für Flutopfer im Ahrtal

Die Stadt Egeln hat ihre von der Vorsitzenden des Ausschusses für Kultus und Soziales des Stadtrates, Marlies Hildebrandt (UWGE), initiierten Spendenaktionen für die Betroffenen der Hochwasser-katastrophe beendet.

Von René Kiel
Ausschusschefn Marlies Hildebrandt, Edita Hofgmeister, Reinhard Köpke, Karin Rehder und Bürgermeister Reinhard Luckner (von links) sammelten Spenden vor dem Rathaus.
Ausschusschefn Marlies Hildebrandt, Edita Hofgmeister, Reinhard Köpke, Karin Rehder und Bürgermeister Reinhard Luckner (von links) sammelten Spenden vor dem Rathaus. Foto: René Kiel

Egeln - „Bei den Spendenaktionen für die Flutopfer kam ein Betrag in Höhe von insgesamt 3.254,50 Euro zusammen“, sagte der Verbandsgemeinde-Bürgermeister Michael Stöhr (UWGE) der Staßfurter Volksstimme. Er und der Bürgermeister der Stadt Egeln, Reinhard Luckner (UWGE), haben diesen Betrag auf 3500 Euro aufgestockt, „damit wir eine runde Summe überweisen können“, so Stöhr.

Die beiden Politiker bedanken sich noch einmal ausdrücklich bei allen Spendern und den Sammlern herzlich für ihre Unterstützung. Das Geld wird der Gemeinde Schuld in Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt, teilte Stöhr mit. Denn die zur Verbandsgemeinde Adenau gehörende Kommune gehört zu den am stärksten betroffenen Gemeinden der Flutkatastrophe.

Viel Kraft für Wiederaufbau

In einem Brief an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius, und an den Ortsbürgermeister der Gemeinde Schuld, Helmut Lussi, schrieben Stöhr und Luckner: „Mit tiefer Bestürzung haben wir mitverfolgt, welche verheerenden Schäden die Hochwasserkatastrophe in ihrer Region angerichtet hat. Von einer Stunde auf die andere ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war. Viele Menschen haben ihr Leben verloren. Dafür möchten wir unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen.“ Die beiden Kommunalpolitiker der Egelner Mulde wünschen ihren Amtskollegen in Rheinland-Pfalz und all den Betroffenen viel Kraft und Durchhaltevermögen beim Wiederaufbau ihrer Gemeinden. „Auch wir möchten einen kleinen Beitrag als Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe leisten“, so Stöhr und Luckner. In ihrem Schreiben ließen sie nicht unerwähnt, dass die Mitglieder des Ausschusses für Kultus und Soziales der Stadt Egeln, die Stadträte der Stadt Egeln, die Besucher des diesjährigen Waldbadfestes in Egeln und die Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung nicht nur Spenden gesammelt, sondern auch selbst ins Portemonnaie gegriffen hatten.

„Aus diesen Spendenaktionen ist ein Betrag in Höhe von 3500 Euro zusammengekommen. Diesen Betrag haben wir auf ihr Konto bei der Kreissparkasse Ahrweiler ,Bürgerfonds der VG Adenau für Gemeinde Schuld' überwiesen. Wir möchten damit eine der am stärksten betroffenen Gemeinden der Hochwasserkatastrophe unterstützen“, schrieben der Verbandsgemeinde-Bürgermeister und der Bürgermeister.

Geld für die Gemeinde Schuld

„Das Geld wird bei den Bürgern der Gemeinde Schuld ankommen. Damit wird den Menschen schnell und unbürokratisch geholfen, die durch die Flutkatastrophe in Not geraten sind“, teilte eine Mitarbeiterin der Verbandsgemeinde-Verwaltung in Adenau gestern auf Anfrage der Staßfurter Volksstimme mit. Der Ortsbürgermeister war aufgrund des defekten Telefonnetzes nicht erreichbar.

Auf der Internet-Homepage der Gemeinde informiert Helmut Lussi: „Liebe Freunde der Ortsgemeinde Schuld, wie aus den Medien zu entnehmen ist, wurde unser Ort stark zerstört. Leider ist die Infrastruktur noch nicht so, dass wir euch auf dem Laufenden halten können. Wir versuchen es so gut wie möglich. Danke schon jetzt für die unfassbare Anteilnahme! Wir schicken allen Betreffenden der Hochwasserkatastrophe viel Stärke und Liebe! Das Ahrtal steht zusammen!“ Lussi bittet darum, von Sachspenden zurzeit abzusehen. „Die Lager sind voll und es sind keine Kapazitäten mehr frei.“

Die 731 Einwohner zählende Gemeinde Schuld liegt malerisch in einer engen Schleife der Ahr im Ahrtal an der Landesstraße 73. Vor der Flut hatte sie eine intakte Infrastruktur mit Bäckerei, Lebensmittelladen, Kindergarten, Allgemeinarzt, Hotel- und Gastronomiebetrieben, Ferienwohnungen, Autowerkstätten, Friseur, katholischer Kirche, Campingplatz, Baustoffhandel und Steinmetz/Natursteinhandel.