Parksanierung

Endspurt im Hohenerxlebener Millionen-Park

Noch stören Bagger und andere Baufahrzeuge den Genuss der Natur. Doch mit Abschluss des Wegebaus im September sollen sich die Besucher wieder tummeln können im Hohenerxleber Park, der für eine Million Euro saniert und umgestaltet wird.

Von Falk Rockmann
Noch ist der Hohenerxleber Park eine einzige Baustelle und somit für den Besucherverkehr gesperrt. Mit dem Wegebau soll die Sanierung und Umgestaltung im September ihren Abschluss finden.
Noch ist der Hohenerxleber Park eine einzige Baustelle und somit für den Besucherverkehr gesperrt. Mit dem Wegebau soll die Sanierung und Umgestaltung im September ihren Abschluss finden. Foto: Falk Rockmann

Hohenerxleben - Schneisen in den Wald. Bagger und andere Baufahrzeuge auf dem Hauptweg. Es gehört schon noch eine große Portion Phantasie dazu, um den Hohenerxleber Park wieder als Idyll auszumachen.

Er ist momentan eben noch eine richtige Baustelle.

Deshalb unterstreicht Günther Roddewig vom Fachdienst Planung, Umwelt und Liegenschaften der Stadt Staßfurt wiederholt, dass der gesamte Schlosspark als Baustelle für den Besucherverkehr noch gesperrt ist. „Ganz wichtig ist, dass die wassergebundenen Decken der Seitenwege während des Aushärtens sechs Wochen nicht betreten werden dürfen.“

Ein vorzeitiges Begehen würde die Festigkeit und Haltbarkeit verringern. Schäden, die dadurch entstehen, seien nicht zu reparieren.

Immerhin lässt sich die Stadt Staßfurt die Sanierung und Umgestaltung des Hohen-erxleber Naturdenkmals rund eine Million Euro kosten, die allerdings nicht aus dem eigenen Haushalt stammen sondern Fördermittel sind.

Nachdem umfangreiche Fäll- und Baumsicherungsarbeiten die ersten Maßnahmen waren, ist mittlerweile auch die Teich- und Grabensanierung abgeschlossen. Besagte Seitenwege erhalten noch die wassergebundene Deckschicht und müssen dann aushärten.

Nächste Woche beginnen Arbeiten am Europaradweg

Bereits in der kommenden Woche beginnen die Ausbauarbeiten am Europaradweg R1, lässt Günther Roddewig wissen. Das heißt, dass auch die Umleitung bis zum Abschluss der Arbeiten im September bestehen bleibt.

Wie er weiter informiert, sind die Sanierung der Rastplätze und des Denkmals sowie die Pflanzleistungen ausgeschrieben, die dann den Abschluss aller Maßnahmen bilden.

Die Sanierung des Hohen-erxlebener Parks fand immer wieder großes Interesse. Von der Planung an waren Bürger unter anderem aufgerufen, alte Fotos zur Verfügung zu stellen und Ideen einzubringen. Informationsveranstaltungen wurden gut besucht von den Einwohnern.

Anteilnahme der Bürger ist ungebrochen

Wenn zahlreiche Bäume laut Konzept und unter Kontrolle von Natur- und Umweltschutzbehörden gefällt wurden, fand auch das ein Echo in der Öffentlichkeit – wenn auch nicht gerade ein positives. Ziel solcher Beräumungen war es, Sicht-Achsen zu schaffen, die einst den Schlosspark prägten.

Und auch sonst sind die Bodedörfler ständig sehr aufmerksam. Kürzlich schickte Hans-Georg Reiprich ein Foto an die Redaktion mit der Bemerkung: „Wieder mussten Spaziergänger Bauschutt unmittelbar am Bodeufer im Bereich des Schlosses Hohenerxleben feststellen.“ Dazu erklärte die Stadtverwaltung, dass es sich bei diesem vermuteten Bauschutt um die Reste einer alten Pumpstation handelt. Die Anlage sei außerplanmäßig abgebrochen worden. Der Bereich werde auch noch mit Erde abgedeckt.

Endlich wieder den Waldschrat besuchen

Zu den Hohenerxlebern, die sich am meisten auf die Freigabe ihres Idylls freuen, gehören derweil die Knirpse der Kindertagesstätte Regenbogen. Die Einrichtung der Stiftung Staßfurter Waisenhaus arbeitet mit einem naturnahen Konzept, und so warten die Kinder natürlich sehnsüchtig darauf, wieder durch den Park tollen oder die Natur beobachten zu können. Nicht zuletzt müssen sie doch auch mal wieder ihren Waldschrat besuchen.

Und nicht zu vergessen die Ausflügler und Nutzer des Europaradwegs, die dann keine Umwege mehr fahren müssen und nur noch die pure Auenlandschaft genießen dürfen.

Bei diesem vermeintlichen Bauschutt handelt es sich um Reste einer Pumpstation, teilte die Stadt mit.
Bei diesem vermeintlichen Bauschutt handelt es sich um Reste einer Pumpstation, teilte die Stadt mit.
Foto: Hans-Georg Reiprich