Kameraden

Feuerwehr in Güsten ist kein Kaufhaus

Wehrleiter und Zeugwart sehen aber positive Entwicklung nach Zusammenführung der Ortswehr-Bekleidungsreserven in der Verbandsgemeinde Saale-Wipper.

Von Falk Rockmann 05.07.2021, 17:12 • Aktualisiert: 05.07.2021, 17:47
In der gemeinsamen BA-Kammer (BA = Bekleidung/Ausrüstung) der Freiwilligen Feuerwehr Saale-Wipper sieht es auch nicht aus wie in einem Kaufhaus. Kamerad Michael Kruse (rechts) führte die Mitglieder des Brandschutzausschusses um Alexander Siersleben (2. von rechts) durch die Regale.
In der gemeinsamen BA-Kammer (BA = Bekleidung/Ausrüstung) der Freiwilligen Feuerwehr Saale-Wipper sieht es auch nicht aus wie in einem Kaufhaus. Kamerad Michael Kruse (rechts) führte die Mitglieder des Brandschutzausschusses um Alexander Siersleben (2. von rechts) durch die Regale. Foto: Falk Rockmann

Güsten - Die Zusammenführung der BA-Kammern, in denen Bekleidungs- und Ausrüstungsreserven für die Ortsfeuerwehren vorgehalten werden, hat grundsätzlich geklappt. Dieses Resümee konnte Kamerad Michael Kruse im Brandschutzausschuss der Verbandsgemeinde Saale-Wipper ziehen. Alle Ortsfeuerwehren haben gleichberechtigt Zugang. Allerdings hätte sich unter den Zeugwarten herauskristallisiert, dass einer den Hut aufhaben soll, so Kruse.

Wo es gegenzusteuern galt, erwähnte der Kamerad auch: „Die BA-Kammer ist kein Kaufhaus, wo man sich nach Belieben bedienen kann.“

Zusammenführung 2017 beschlossen

Seit der 2017 beschlossenen Zusammenführung habe man bestehende Unterschiede größtenteils ausgeglichen. Es gebe aber noch einiges zu tun.

Neue Kameraden würden Vorhandenes erhalten, bis auf Stiefel. Die würden sofort neu zur Verfügung gestellt. Gehe ein Mitglied in den aktiven Dienst, werde es neu eingekleidet.

Als Besonderheiten nannte Michael Kruse noch ungewöhnliche Übergrößen, wie Schuhgröße 45. Aber auch die könne man besorgen.

Auch Wehrleiter Gert Lehmann sieht eine gute Zusammenarbeit der Zeugwarte bisher. Man habe sich sogar auf eine einheitliche Richtung bei der Brandeinsatzbekleidung einigen können für die Zukunft.

Anschaffung von Schutzbekleidung ist ein Muss

Der Ausschussvorsitzende Alexander Siersleben machte dazu noch darauf aufmerksam, dass die Anschaffung von „Schutzbekleidung zur Unfallverhütung unter keinerlei Haushalts-Vorbehalt steht“.

Als eine Baustelle betrachtet Gert Lehmann unterdessen die komplette Installierung neuer Software und die Verbindung der verschiedenen Feuerwehrhäuser untereinander und mit dem Rathaus. Nicht zuletzt gehe es um die Entlastung der Wehrleitungen von Bürokratie.

Alexander Siersleben verstand es als Auftrag an die Saale-Wipper-Verwaltung: „Das muss unbedingt geändert werden, wenn die Software, die Geld gekostet hat, ein Jahr rumliegt und keine Zeit- und Aufwandsersparnis bringt.“