Börnecker Verein wurde 1993 aus der Taufe gehoben: Zwei Mitglieder erinnern sich an die Anfänge

Heimatfreunde beleben altes Brauchtum wieder neu

Von Nora Stuhr

Der Kultur- und Heimatverein ist aus Groß Börnecke nicht mehr weg zu denken. Vor 20 Jahren wurde er aus der Taufe gehoben. Zwei Vereinsmitglieder erinnern sich an die Anfänge.

Groß Börnecke l Wie viele Leute sich 1993 in Groß Börnecke zusammenschlossen, kann der heutige Vorsitzende des Vereins Klaus Schönemann so genau gar nicht sagen. Zirka 25 Frauen und 12 Männer, schätzt er die Zahl der Gründungsmitglieder vom Kultur- und Heimatverein, dem damals ausschließlich zwei Gruppen angehörten. "Der Frauenchor und der Männerchor", berichtet Schönemann von den Anfängen. Später dann gesellten sich mit den Abteilungen Karneval, Chronik und Handarbeit weitere Sektionen dazu.

Die Initiatoren sahen das wachsende Interesse gern. Einer von ihnen ist Wolfgang Hoffmann. "Wir haben den Kultur- und Heimatverein damals quasi als eine Art Dachverband gegründet, um offen für alle Interessen zu sein." Jeder könne sich bei entsprechender Nachfrage als Abteilung anschließen. Damit sei er im Verein organisiert, ohne selbst die bürokratischen Hürden mit Satzung, Eintragung im Vereinsregister und Co. gehen zu müssen, erklärt der Groß Börnecker und Klaus Schönemann fügt hinzu, dass die Brauchtumspflege nach wie vor im Mittelpunkt steht und spielt damit nicht nur auf den Karneval an.

Die Jecken sorgen schon seit über 40 Jahren im Dorf für Heiterkeit. Der Männerchor wurde vor über 90 Jahren noch viel früher gegründet. Mit der Gründung des Kultur- und Heimatvereins lebte ihr Wirken wieder auf.

Jubiläum soll im nächsten Jahr gefeiert werden

Heute zählt der Verein genau 96 Mitglieder. In den letzten 20 Jahren seien es durchschnittlich 100 Mitwirkende gewesen, kann Schönemann berichten. Auch zirka 20 Mädchen und Jungen machten im Verein mit.

Sehr zur Freude der erwachsenen Vereinsmitglieder. Denn die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit liegt allen am Herzen. Umso erfreuter sind sie darüber, dass der Nachwuchs vor allem über den Karneval zu begeistern ist. Wenngleich die Nachwuchsförderung eine Aufgabe sei, die nach wie vor Priorität habe, hofft der Chef des Vereins auf weiteren Zuspruch, etwa im Chor. Immerhin sei Spaß garantiert, meint er und spielt auf kulturelle Höhepunkte an, die der Verein organisiert. Schönemann nennt Straßen- und Wiesenfeste, die schon stattfanden, um das kulturelle Leben aufrecht zu erhalten.

Die Feier zum 20-jährigen Bestehen des Vereins selbst musste in diesem Jahr aber ausfallen. "Aus organisatorischen Gründen", sagt der Vereinschef allgemein. Wichtig sei es, dass das Ganze im nächsten Jahr nachgeholt werden soll. Einen Termin hierfür haben sich die Heimatfreunde auch schon vorgemerkt.

Am 3. Mai wollen sie das traditionelle Maibaumfest mit ihrem Jubiläum krönen. Das Maibaumfest selbst wird in den Tagen zuvor dann von ganz vielen Vereinen, Institutionen und privaten Förderern, sowie vielen weiteren Helfern nach den Erfolgen der letzten Jahre zum 3. Mal organisiert. "Wir bringen uns gern mit ein und arbeiten Hand in Hand mit den Organisatoren", freut sich Schönemann schon jetzt darauf.