Imkerei

Ministerin Dalbert und Imker aus Groß Börnecke unterstützen neue Schulimkerei in Egeln

Die Ganztagsschule an der Wasserburg in Egeln will eine Arbeitsgemeinschaft Schulimkerei ins Leben rufen. Unterstützung erhält die Schulleitung dabei vom Landwirtschafts- und Umweltministerium des Landes.

Von René Kiel
Der Imker Mathias Schultz (l.) erklärte den Schülern  und Ministerin Claudia Dalbert  sowie Wolfgang Zahn von der Agrarmarketing-Gesellschaft des Landes, welche Arbeitsgänge notwendig sind, um den Honig gewinnen zu können.
Der Imker Mathias Schultz (l.) erklärte den Schülern und Ministerin Claudia Dalbert sowie Wolfgang Zahn von der Agrarmarketing-Gesellschaft des Landes, welche Arbeitsgänge notwendig sind, um den Honig gewinnen zu können. Foto: René Kiel

Egeln - Landwirtschafts- und Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) war gestern Vormittag extra nach Egeln gekommen, um der Ganztagsschule die für den Aufbau einer Schulimkerei notwendige Ausstattung im Wert von rund 2000 Euro persönlich überreichen zu können. Dazu zählen unter anderem zwei Bienenkästen, eine Honigschleuder, ein Smoker und für alle Sekundarschüler, die in der neuzugründenden Imker-Arbeitsgemeinschaft mitarbeiten wollen, die entsprechende Schutzbekleidung.

Die Idee, eine Schulimkerei aufzubauen, sei im Hauswirtschafts- und im Biologieunterricht entstanden, berichtete der amtierende Schulleiter Philipp Spengler. Dort habe man überlegt, was man gegen den Klimawandel und gegen das Artensterben tun könne. Daraufhin habe sich die Lehrerin Gitta Meyer an das Landwirtschafts- und Umweltministerium in Magdeburg gewandt. „Von dort kam die freudige Nachricht, dass wir gewonnen haben“, sagte Spengler. „Unser Ziel ist es, das in eine Schülerfirma einzubauen und dem Artensterben entgegen zu wirken“, so der Schulleiter. Der von der Arbeitsgemeinschaft produzierte Honig könne zum Beispiel auf Weihnachtsmärkten verkauft werden.

Ministerin Dalbert sprach von einem ganz tollen Projekt. „Ich freue mich, dass wir das unterstützen können“, sagte sie und fügte hinzu: „Ich finde es toll, wenn sich eine Schule damit beschäftigt wie der Honig entsteht.“ Das Sahnehäubchen ist aus ihrer Sicht die geplante Gründung einer Schülerfirma. Die Ministerin äußerte sich erfreut darüber, dass sich mit dem Groß Börnecker Landwirt Mathias Schultz ein erfahrener Imker vom Imkerverband bereit erklärt hat, die Arbeitsgemeinschaft mit zehn bis zwölf Schülern zu leiten und der Schule mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Die Schüler, die sich für eine Mitarbeit entscheiden, müssten Verantwortung übernehmen, denn die Honigbienen seien Lebewesen und müssen ordentlich betreut werden, sagte Dalbert und wünschte den Schülern Spaß und Erfolg.

Wie Schultz sagte, sei geplant, mit zwei Bienenvölkern zu beginnen. Der erste Honig wird im September erwartet.