Von 206 beantragten Kräften hat das Jobcenter der Gesas nur 85 genehmigt

Niveau ohne Ein-Euro-Jobber nicht zu halten

Von Falk Rockmann

Von 206 beantragten Teilnehmern an Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarkts hat die Beschäftigungsgesellschaft Gesas nur 85 vom Jobcenter genehmigt bekommen. Die Staßfurter Ortsteile befürchten nun einen starken Einschnitt besonders am bisherigen Niveau der Grünflächenpflege.

Hohenerxleben/Staßfurt l "Den wahnsinnigen Einschnitt wird man spüren", reagierte der Hohenerxlebener Ortsbürgermeister Sven Wagner auf die Hiobsbotschaft von Eveline Funke. Die Mitarbeiterin der Gesas, in der auch die GSI Hohenerxleben aufgegangen ist, hatte den Ortschaftsrat über die schlechten Aussichten informiert. Für Hohenerxleben seien zum Beispiel nur zwei Leute vorgesehen. Das gleiche trifft auf Neundorf und Rathmannsdorf zu.

Für die Pflege des Europaradwegs R 1 im Bereich Staßfurt bis zur Gemarkungsgrenze Hohenerxleben seien ebenfalls nur noch zwei Kräfte genehmigt worden, nannte Funke ein weiteres Beispiel.

"Da werden wir wohl Gespräche mit dem Stadtpflegebetrieb führen müssen", kündigte Sven Wagner an. Eveline Funke pflichtete ihm bei: "Wenn wir ein gewisses Niveau halten wollen, sind wir auf die Unterstützung der Ein-Euro-Jobber angewiesen."

Die Kulturmaßnahme für Hohenerxleben laufe noch bis Ende April, informierte die Gesas-Mitarbeiterin weiter. Dann müsse erneut eine beantragt werden. Bestätigt seien unterdessen die Jugendclub-Maßnahmen. Aber hier sei es schwierig, die zweite Person zu finden, die geeignet wäre.

"Die Situation liegt an der höheren Politik, nicht an der Beschäftigungsgesellschaft und auch nicht am Jobcenter", stellte Eveline Funke noch klar.