Sondersitzung am 23. Dezember

Stadtrat prüft Zukunftschancen für Klinik

Staßfurt (rki). Der Staßfurter Stadtrat kommt am Donnerstag, dem 23. Dezember um 18.30 Uhr zu einer Sondersitzung im Mehrzwecksaal der Stadtwerke (Athenslebener Weg) zusammen. Der Impuls dazu ging vom Fraktionsvorsitzenden der Unabhängigen Wählergemeinschaften Hartmut Wiest aus.

Die Stadträte wollen sich in dieser Sitzung ausschließlich mit dem Krankenhaus Staßfurt beschäftigen, das die Klinik-Holding des Salzlandkreises und Landrat Ulrich Gerstner (SPD) überraschenderweise zum 31. Dezember dieses Jahres schließen wollen, obwohl sie im Frühjahr dieses Jahres davon gesprochen hatten, den Gebäudekomplex in der Bodestraße auslasten zu wollen.

Das sei nun nach der Kündigung einer Vielzahl von Ärzten, einschließlich des Chefarztes Dr. Martin Frost, nicht mehr möglich, ließ der Landrat verlautbaren. Vor kurzem hatte er noch verkündet, dass man diese Lücke mit eigenen Kräften aus den Kliniken Aschersleben, Bernburg und Schönebeck schließen werde.

Eine Protestdemonstration mit rund 6000 Bürgern des Altkreises Staßfurt, eine Unterschriftensammlung mit mehr als 13 000 Beteiligten, ein Fürbitt-Gottesdienst mit den Pfarrern der Staßfurter Kirchengemeinden, zwei Volksstimme-Bürgerforen und über 5500 Dienstaufsichtsbeschwerden gegen den Landrat sowie die für den Niedergang der Staßfurter Klinik Verantwortlichen haben am Ende nicht geholfen.

Der Stadtrat will nun beraten, welche Rechtsmittel er gegen die Standortschließung einlegen kann. Vorlagen der Unabhängigen Wählergemeinschaft zufolge soll dort ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung als Klinik festgelegt werden, so dass eine andere Nutzung des Komplexes nicht mehr möglich ist. Auch das Vorkaufsrecht könnte sich die Stadt auf Vorschlag der Unabhängigen Wählergemeinschaft sichern.

Wie immer findet auch dieses Mal wieder eine Einwohnerfragestunde statt.