Einzelhandel

Übernahmeverbot für Real

Die Real-Märkte in Staßfurt und Hettstedt dürfen nicht von Edeka übernommen werden. Das hat das Bundeskartellamt entschieden.

Staßfurt l Der Real-Markt in Staßfurt darf nicht von Edeka übernommen werden. Das teilt das Bundeskartellamt mit: „Das Vorhaben von Edeka, bis zu 72 Real-Standorte von der SCP Retail S.àr.l. zu übernehmen, hat das Bundeskartellamt heute nur zum Teil freigegeben. 21 Standorte können aufgrund von wettbewerblichen Bedenken des Amtes nicht übernommen werden.“ Einer dieser 21 Märkte ist der Real-Markt in Staßfurt. Auch der Real-Markt in Hettstedt gehört dazu. Die Zukunft dieser Märkte ist also weiterhin ungewiss.
45 Standorte gingen ohne Auflagen an Edeka. Bei sechs weiteren Filialen müssen entweder Teilflächen für mindestens zehn Jahre an Konkurrenten abgegeben oder im Gegenzug Filialen geschlossen werden.
Was wird aus dem Real-Markt in Staßfurt? Im Juli 2020 bestätigten mehrere Quellen, dass Edeka Interesse an dem Real-Markt in der Bodestadt hat. Der Markt in Staßfurt ist einer von 72 Märkten, die Edeka übernehmen möchte. Das Bundeskartellamt prüfte die geplante Übernahme.
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, erklärt: „Wir müssen sicherstellen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auch in Zukunft zwischen verschiedenen Lebensmittelhändlern auswählen können. Diese Auswahlmöglichkeit erzeugt Wettbewerbsdruck auf die Anbieter und sorgt so für bessere Preise, Auswahl und Qualität. Wir hatten bei einer Reihe von Standorten die Sorge, dass Edeka mit der Übernahme in den jeweiligen regionalen Märkten zu stark würde. Edeka musste deshalb auf rund 30 Prozent der geplanten Übernahmen verzichten.“