Hygienevorschriften

Welche Schule braucht wie viele Luftfilter?

Nach Entscheidung des Landtags, alle Schulen aufzurüsten, muss man erst einmal den Bedarf ausloten.

Von Franziska Richter
Die Volksstimme vom Mittwoch.
Die Volksstimme vom Mittwoch. Repro: F. Richter

Staßfurt/Schönebeck - Luftfilter-Geräte sollen in den Klassenräumen aller Schulen installiert werden. Dazu sollen auch CO2-Messer in jeder Schule und jeder Kita einheitlicher Standard werden. Dieses ehrgeizige Ziel hatte der Landtag am Dienstag kurzerhand für alle Bildungseinrichtungen Sachsen-Anhalts beschlossen.

Wie ist der Stand vor Ort? Logischerweise kommt für die Träger aller Schulen diese Entscheidung neu auf den Tisch. Die Umsetzung der Vorgabe steht also noch ganz am Anfang. Das erklärt der Salzlandkreis auf Anfrage, der für weiterführende Schulen wie Sekundarschulen und Gymnasien im ganzen Landkreis verantwortlich ist.

Bedarf wird bis Ende august geklärt

Landkreis-Sprecher Marko Jeschor erklärt: „Wir sind erst am Mittwoch per Schreiben vom Bildungsminister Tullner über den aktuellen Stand sowie das weitere Vorgehen informiert worden.“ Nun sollten Schulträger wie der Landkreis erst einmal dem Bildungsministerium übermitteln, „wie der Bedarf an einfachen Zu- und Abluftanlagen für Schulen in unserer Trägerschaft konkret aussieht.“ Bis Ende August listet der Landkreis dem Ministerium auf, wie viele Luftfilter-Anlagen denn gebraucht werden. Wann konkret neue Anlagen eingebaut werden, steht also noch in den Sternen und ist jetzt nicht absehbar.

Bei den CO2-Messgeräten ist man im Salzlandkreis schon etwas weiter. Zu Ende 2020 hatte der Landkreis seine Schulen mit 600 CO2-Ampeln ausgestattet, ebenso wie Beratungsräume der Verwaltung und der Eigenbetriebe.

Auch die Städte und Gemeinden haben sich um CO2-Messgeräte für die Grundschulen in ihrer Trägerschaft gekümmert. Alle Klassenzimmer der drei Grundschulen in Egeln, Westeregeln und Wolmirsleben etwa haben solche Geräte erhalten. In Staßfurt hatte die Stadt Anfang 2021 für alle Grundschulen und städtischen Kitas die Ampeln bestellt, die je nach Qualität der Luft grün oder rot leuchten. In der Regel bekam jedes Klassen-, Gruppen- und Lehrerzimmer und Sekretariat eines.

Wo es noch fehlt, können Städte und Gemeinden nun dem Landkreis melden. „Nach unseren Erfahrungen sind wir beziehungsweise unsere Schulen (auch die, für die die Kommunen zuständig sind) bereits gut aufgestellt“, so der Kreis.