Stendal l Mit 30 zu 13 Stimmen lehnte der Kreistag gestern Abend die Umwandlung der Sekundarschule „Karl Marx“ Osterburg in eine Gemeinschaftsschule ab.

Eine Entscheidung, die nicht überraschte. Bereits während seiner Novembersitzung hatte sich der Schulausschuss als Fachausschuss des Kreistages mit fünf zu zwei Stimmen gegen das von Elternvertretung und Lehrerschaft erarbeitete und getragene neue Schulmodell ausgesprochen.

30 stimmten dagegen

Endgültig gegen eine Gemeinschaftsschule wurden die Weichen dann am 3. Dezember mit der Sitzung des Kreisausschusses gestellt. Nachdem Landrat Carsten Wulfänger (CDU) während dieser Sitzung von den Vertretern der Kreistagsfraktionen ein eindeutiges Votum für oder gegen die Schulumwandlung gefordert hatte, sagte Wolfgang Kühnel namens der CDU-Fraktion des Kreistag mit Bezug auf den vor einem Jahr schon einmal gestellten Antrag der Schule: „Wir haben damals die Umwandlung abgelehnt und ich sehe keinen Grund, warum wir in diesem Jahr zustimmen sollten. Ich gehe davon aus, dass unsere Fraktion geschlossen dagegen stimmen wird.“

So geschah es dann gestern im Kreistag auch. Die 18 CDU-Stimmen plus Landrat und dazu 11 von Teilen der SPD, von den Landwirten und der FDP reichten, bei einer Beteiligung von 43 Kreistagsmitgliedern an dessen letzten Sitzung 2015, um die Träume von einer Osterburger Gemeinschaftsschule platzen zu lassen.