Stendal l Auf Anregung der Stadtratsfraktion CDU/Landgemeinden soll der Fahrradstellplatz am Tiergarten erneuert und erweitert werden. Ein entsprechender Antrag hat am Montag im Hauptschuss mit zehn Ja-Stimmen bei einer Enthaltung eine deutliche Mehrheit gefunden. Der aktuelle Stellplatz biete nur ungenügend Raum, „um ein Fahrrad selbst bei normalem Besucheransturm vernünftig und sicher abzustellen“, begründet die Fraktion ihren Antrag, der von CDU-Stadtrat Matthias Kirchbach initiiert worden war.

Der Fahrradständer verhindere mit seinem Zustand („verrostet und mit unzeitgemäßem Radabstand“) ein beschädigungsfreies Anschließen, heißt es weiter im Antrag. Eine Verbesserung möchte die Fraktion erreichen, weil gerade Radtouristen und Familien mit Kindern, die meist mit Fahrrädern unterwegs sind, einen wichtigen Teil der Tiergartenbesucher ausmachen. „Der Tiergarten ist eine freiwillige Leistung der Stadt, die gern angenommen wird“, sagte der CDU/Landgemeinden-Fraktionsvorsitzende Hardy Peter Güssau, darum müsse auch das Umfeld stimmen. Das Fazit der Antragsteller: „Der aktuelle Zustand ist unansehnlich, veraltet und nicht einladend.“

Aus dem Antrag hat die Verwaltung eine Beschlussvorlage erarbeitet, in der von „mindestens einer Verdoppelung“ der bisher vorhandenen Stellplatzzahl die Rede ist. Auch die vergrößerte Fläche soll gepflastert werden.

Wie die Abstimmung wenige Minuten später gezeigt hat, findet der Vorschlag fraktionsübergreifend Zustimmung. Grundsätzlich sei er zu begrüßen, sagte Linke/Grüne-Fraktionschef Joachim Röxe, stellte dann aber die Frage nach den Kosten. Denn die werden im Antrag nicht genannt. „Aber genau danach fragt die CDU immer zuerst, wenn andere Fraktionen Anträge stellen“, sagte Röxe und fragte in Richtung Stadtverwaltung, ob das beantragte Vorhaben aus dem Haushalt, aus den laufenden Kosten des verantwortlichen Amtes für Technische Dienste, finanziert werden könnte.

Gelagerte Pflastersteine nutzbar

Konkrete Aussagen dazu gab es am Montagabend nicht, denn mögliche Kosten müssten erst ermittelt werden. Amtsleiterin Silke Pidun stellte aber in Aussicht, dass noch im Bauhof-Lager vorhandene Pflastersteine genutzt werden können und damit schon bei diesem Posten gespart werden könnte. Hardy Peter Güssau bat die Verwaltung, die Beschlussvorlage bis zur Stadtratssitzung am Montag, 29. Mai, um eine Kostenschätzung zu ergänzen.