Bauhof-Gelände und Umzug

Der Bauhof ist seit etwa 2000 auf dem Gelände neben der Polizei angesiedelt. Die Gebäude stammen noch aus DDR-Zeiten.

Ganz in der Nähe wurde eine Kegelhalle errichtet. Diese wurde jedoch vor zehn Jahren abgerissen.

Dort entstand eine Freiluft-Sportanlage für die benachbarte Comenius-Schule.

Ursprünglich war am Uchtewall ein Plattenwerk für den Aufbau des Stadtviertels Stadtsee angesiedelt worden.

Die Platten für den Bau der Blöcke von Stendal-Stadtsee wurden dort vorproduziert. Seitdem hat sich wenig in den Gebäuden geändert.

In den Hallen finden sich noch alte DDR-Blümchentapeten. Auch die Toiletten und die Werkstätten sind mehr als

40 Jahre alt.

Deshalb beschloss der Stadtrat den Umzug des Bauhofes an die Arneburger Straße.

Der Umzug verzögerte sich jedoch aus verschiedenen Gründen. Mittlerweile steht an dem neuen Standort aber schon die Fahrzeug- und Salzlagerhalle.

Stendal l Innenstadtnah und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtsee in Stendal liegt das Bauhof-Areal. Kein Wunder, dass es Begehrlichkeiten weckt. Erste Anfragen hinsichtlich der Nachnutzung seien bereits bei der Stadtverwaltung eingegangen, bestätigt Armin Fischbach von der Pressestelle der Stadt Stendal. Um im gleichen Atemzug zu betonen, dass diese aber allenfalls einen unverbindlichen Charakter haben. Im Gespräch mit der Volksstimme im Juni hatte Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) den Bau von Senioren- oder Mehrgenerationen-Wohnungen angeregt. Wahrscheinlich im Wissen, dass es sich dabei ebenfalls nur um ein Gedankenspiel handelt.

Zu viele Fragen sind noch offen. Und so deutet sich an, dass die zukünftige Nutzung des Geländes für Stadtrat und Stadtverwaltung viele Herausforderung bereithält.

Viele Unwägbarkeiten

Gewissheit besteht momentan lediglich darin, dass die alten Gebäude abgerissen werden. Der Flächennutzungsplan der Hansestadt aus dem Jahr 1999 wiederum schließt Wohnbebauung auf dem Gelände aus. Stattdessen ist im Plan davon die Rede, dort eine Parkanlage zu errichten.

Doch ist der Flächennutzungsplan nur eine Hürde. Ein fast genauso hohes Hindernis stellt der sogenannte Landschaftsplan dar, in dem Aspekte des Naturschutzes und der Landschaftsplanung berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang rückt die Nähe zur Uchteniederung in den Fokus. „Die Niederung dient als Frischluftschneise und übernimmt wichtige Funktionen für das Stadtklima“, zitiert die Stadtverwaltung aus dem Dokument. Eine Bebauung könnte damit nur schwer in Einklang gebracht werden.

Baugrunduntersuchung

Nichtsdestotrotz ist eine Änderung des Flächennutzungsplans nicht komplett ausgeschlossen, wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilt.

Die Liste der Unwägbarkeiten würde dann allerdings nicht kürzer werden. Im Zuge der fälligen Bauleitplanung müsste im ersten Schritt eine umfangreiche Baugrunduntersuchung erfolgen. Weil auf der Fläche einst ein Plattenwerk stand, käme man außerdem um eine Altlastenuntersuchung nicht herum. Auch der Faktor Natur würde wieder eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Das Grundstück befindet sich im Überschwemmungsgebiet der Stadt Stendal.

Lärmschutz

Mit dem Polizeirevier, einer Schule und einem Sportplatz in direkter Nähe kommt mit dem Lärmschutz ein weiterer Aspekt hinzu. Ein Schallschutzgutachten wäre nicht zu vermeiden. Zu guter Letzt müsste noch der Nachweis erbracht werden, dass der Bedarf für Wohnflächen überhaupt gegeben ist. Laut Stadtverwaltung seien im Stadtseegebiet genug erschlossene Flächen vorhanden.

Wird eine Bauleitplanerstellung in Auftrag gegeben, wird der Stadtrat mindestens viermal beteiligt: Beim Aufstellungsbeschluss, beim Beschluss zur öffentlichen Auslegung, beim Beschluss über die eingegangenen Anregungen und Bedenken und noch mal beim Satzungsbeschluss.