Blitzer spülen Geld in die Stadtkasse

2017 konnte die Stadt Stendal 220 189,89 Euro mit dem stationären Blitzer in Buchholz sowie einem mobilen Blitzer des Ordnungsamtes an Buß- und Verwarngeldern kassieren.

2017 wurden im Stadtgebiet 9161 Fahrzeuge „verwertbar geblitzt“. 2016 waren es noch 11 426 Temposünder, die erwischt wurden. Der Rückgang liegt einzig bei den weniger geblitzten Fahrzeugen in Buch-

holz.

Der größte Temposünder wurde am 10. September in Buchholz mit 107 km/h erwischt. Am 7. September war in der Tempo-50-Zone ein Fahrzeug mit 106 km/h unterwegs, am 3. Mai eines mit 103 km/h, am 3. Dezember eines mit 100 km/h. Mobil wurde ein Fahrer in Stendal mit 102 km/h erwischt.

Stendal l Der Blitzer im Stendaler Ortsteil Buchholz ist ganz offensichtlich im Bewusstsein vieler Autofahrer angekommen. Jedenfalls wurden 2017 weit weniger Fahrzeuge an der Stelle der Bundesstraße 189 geblitzt als in den Jahren davor. Im April 2014 war der Blitzer dort aufgestellt worden und hält seither Geschwindigkeits- überschreitungen in beide Richtungen fest.

Im vergangenen Jahr gab es 4475 verwertbare Fälle bei dem Blitzer, wie Stadtsprecher Philipp Krüger auf Anfrage mitteilt. Im Jahr zuvor waren es noch 6696 Fälle gewesen – und damit rund ein Drittel mehr. Damit zeigt das Gerät ganz offensichtlich seine abschreckende Wirkung auf rasende Verkehrsteilnehmer.

20 drüber heißt Bußgeld

Einem Autofahrer war dieser Blitzer dabei wohl nicht bekannt, jedenfalls raste am 10. September ein Fahrzeug mit 107 km/h Richtung Magdeburg durch den Ort, wo lediglich 50 km/h erlaubt sind. Insgesamt wurden 2017 drei Fahrzeuge mit mehr als 100 km/h in Buchholz geblitzt.

Nach wie vor lässt der Blitzer in Buchholz die Stadtkasse klingeln – wenngleich auch nicht mehr ganz so kräftig wie in den beiden Vorjahren. Allein an Verwarngeldern konnten 2017 83.494,49 Euro eingenommen werden. Die Summe lag allerdings um rund 41.000 Euro niedriger als 2016. Seinerzeit wurden 124.754,98 Euro eingenommen.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass Verwarngelder für Geschwindigkeitssünder ausgesprochen werden, die in einer Tempo-50-Zone nicht mehr als 20 km/h zu schnell waren. Bei schwerwiegenderen Vergehen von mehr als 20 km/h werden Bußgelder ausgesprochen, die von der zentralen Bußgeldstelle in Magdeburg kassiert werden. Die Stadt erhält die Hälfte der Bußgelder ausgezahlt.

In Buchholz wurden 384 Fahrer mit Bußgeld belegt, die Summe für die Stendaler Stadtkasse beläuft sich damit auf rund 20.000 Euro.

Damit brachte der Buchholzer Blitzer der Stadt rund 100.000 Euro ein, wobei rund 34.000 Euro als Kosten zu veranschlagen sind. Damit bleiben als reine Summe 66.000 Euro an Einnahmen hängen. Die stationäre Anlage kostete im vergangenen Jahr 801,53 Euro für Strom. Außerdem waren 33.922,14 Euro an die Vertragsfirma zu zahlen, die den Blitzer aufgestellt hat und wartet.

Mit neuem Gerät ausgestattet

Auch die Anschaffung des mobilen Laserblitzers hat sich schon nach einem Jahr Einsatz gelohnt und die Anschaffungskosten amortisiert. Zur Jahreswende 2016/17 war das Gerät für rund 80.000 Euro von der Stadt angeschafft worden und löste ein älteres Radargerät ab. Mit dem neuen Gerät sollten auch an Stellen Geschwindigkeitskontrollen vorgenommen werden können, die bisher nicht möglich waren, um verwertbare Aufzeichnungen zu produzieren. So beispielsweise in Kurvenlagen.

Mobil wurden im vergangenen Jahr im Bereich der Stadt Stendal 4686 Fahrzeuge von Mitarbeitern des Ordnungsamtes geblitzt, dabei 4374 im Verwarngeldbereich und 312 im Bußgeldbereich. Die Einnahmen des Gerätes beliefen sich auf 90.630 Euro aus Verwarngeldern und rund 26.000 Euro aus Bußgeldern.

2016 waren 4730 verwertbare Fälle mobil gemessen worden. Die Zahl lag damit annähernd so hoch wie 2017. Auch die Einnahme aus Verwarngeldern lag seinerzeit mit 89.215,36 Euro annähernd gleich hoch.

Entlang der B 189 gibt es nicht nur in Buchholz einen stationären Blitzer, sondern auch in nördlicher Richtung in Erxleben. Dieser wurde Ende 2016 aufgestellt und wird vom Landkreis Stendal verantwortet.