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Bubble-Tea-Hype: Kultgetränk aus Asien auch in Stendal angekommen und beliebt

Nachdem die Beliebtheit des Bubble Teas in Deutschland abgenommen hat, ist sie nun wieder am wachsen. Auch in der Hansestadt steigt die Nachfrage. Besonders bei der Jugend ist das Getränk beliebt.

Von Leon Zeitz
Der Bubble-Tea-Hype ist in Stendal angekommen.
Der Bubble-Tea-Hype ist in Stendal angekommen. Foto: picture alliance / dpa

Stendal - Wer zum ersten Mal einen Bubble Tea sieht, könnte womöglich etwas stutzig werden. Ein farbenfrohes Getränk in dem an Fischlaich erinnernde, kleine Kugeln schwimmen. Die Vorstellung, dass diese dann noch im Mund aufplatzen und ihr Inneres freisetzen, kann schon etwas befremdlich wirken. Doch ist der Hype um das Kultgetränk aus Taiwan zurück und auch bei Jugendlichen aus Stendal groß.

In vielen Städten schießen die Läden, wie Pilze aus dem Boden. Das „Tea at 9“ in Stendal wurde im April 2021 eröffnet und hat sich auf das Getränk mit den bunten Bubbles spezialisiert. Das Geschäft in der Poststraße wird regelmäßig gut besucht.

Minh Hoang Vu ist Store-Manager im Laden und erklärt, was es mit dem Bubble-Tea-Hype auf sich hat: „Das Besondere am Bubble Tea ist die große Bandbreite an Möglichkeiten, wie man seinen Tee gestalten kann. Aber auch die Bobas, die kleinen Perlen, die unten in den Becher kommen, sind besonders.“

Diese kleinen Kugeln werden über den Strohhalm, während des Trinkens hochgesaugt und bringen eine ganz besondere Facette in das Getränk. „Je nachdem, welches Topping man wählt, hat man ein anderes Trinkerlebnis. Es wird nie langweilig“, sagt Minh Hoang Vu. So bringen die weichen Bobas einen süßen und fruchtigen Geschmack mit, wenn diese im Mund aufplatzen, während die sogenannten Tapioka-Perlen neutral schmecken. Sie sind fest und man kann auf ihnen herumkauen.

Die ältere Generation kommt auf den Geschmack

Gemeinsam mit seiner Mutter hat Minh Hoang Vu den Laden in Stendal eröffnet. Angespornt wurden sie von dem weiten Angebot in den Großstädten. „In Berlin oder Magdeburg gibt es schon zahlreiche Bubble-Tea-Läden, nur in Stendal hat es noch ein bisschen dran gefehlt. Wir wollten eine größere Bubble-Tea-Auswahl in die Kleinstadt holen“, erklärt er.

Dass der Hype um das Getränk wieder abnimmt, davor hat der 21-Jährige keine Angst. „Der Hype ließ in Deutschland nur nach, weil behauptet wurde, dass die Inhaltsstoffe krebserregend sind. Später wurde jedoch festgestellt, dass diese Behauptung völlig unbegründet war“, sagt er. Dass der Bubble Tea seit einigen Jahren wieder im Kommen ist, erklärt er sich mit der wachsenden Beliebtheit asiatischer Kulturgüter in Deutschland.

Dabei scheint es das Getränk vor allem der Jugend angetan zu haben. „Ich liebe Bubble Tea und komme häufig mit Freunden her. Ich fand es damals echt schade, als die Läden in den Städten verschwunden sind“, sagt die 19-jährige Isabell.

Diesen Eindruck kann auch Minh Hoang Vu bestätigen: „Tatsächlich ist ein Großteil unserer Kunden eher jung. Aber auch die Gruppe von 20- bis 30-Jährigen ist vertreten.“ Es komme immer häufiger vor, dass sich auch die ältere Generationen an den Bubble Tea herantrauen. So werden laut Minh Hoang Vu Eltern oder Großeltern neugierig, wenn die Kinder sich einen Bubble Tea zusammenstellen und probieren mal einen aus.

Dass sich ältere Menschen an das süße Getränk heranwagen, ist ein großer Unterschied zum ersten Hype in Deutschland. Das kann der Marketing-Manager vom „Sushi Point“ in Stendal bestätigen. Das Geschäft bietet neben verschiedenen Sushi-Spezialitäten bereits seit 2012 Bubble Tea an. Seiner Meinung nach haben die sozialen Medien zur erneuten Beliebtheit des Bubble Teas beigetragen. „Auf Social Media ist die junge Zielgruppe unterwegs, die Videos zu sehen bekommen, in denen Bubble Tea getrunken wird“, teilt er mit. Dadurch sei die Nachfrage in Deutschland wieder angestiegen.