Stendal l Gastronomen und Hoteliers lassen nicht locker, um auf ihre Notlage in der Corona-Krise aufmerksam zu machen. Dem öffentlichen Protest am 24. April auf dem Marktplatz in Stendal hat sich eine Plakataktion angeschlossen - unter Federführung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga).

Ob Mitglied des Dehoga-Kreisverbandes oder nicht, in zahlreichen Fenstern von Restaurants und Hotels in vielen Orten im Landkreis Stendal und mittlerweile auch im Jerichower Land wird mit den Plakaten darauf hingewiesen, dass es „ohne Gastronomie keine Geselligkeit“ gibt, ebenso keinen Tourismus. Und gefordert, dass das sogenannte Mindesthaltbarkeitsdatum, kurz MHD genannt, abläuft und deshalb ein Sterben der Branche verhindert werden muss.

Eigene Konzepte gefragt

Über das „Wie“ wird nicht nur auf Bundes- und Landesebene verhandelt, sondern sich auch intern intensiv ausgetauscht. Dafür hat Dehoga-Kreischef Manfred Hippeli eine Corona-WhatsApp-Gruppe eingerichtet. „Unser Ziel ist nicht, dass wir morgen wieder öffnen dürfen. Vielmehr geht es darum, dass sich jeder Gastwirt und Hotelbetreiber mit einem Konzept befasst, wie er die Infektionsschutzauflagen für sein Haus umsetzen kann“, sagt Hippeli. Auf Vorgaben von oben zu warten, sei Zeitverschwendung. Und fest stehe: Nur mit der Reduzierung von Tischen und Stühlen sei es nicht getan, um die Mitarbeiter und Gäste gleichermaßen vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. „Wir müssen zeigen, dass wir uns der Verantwortung in dieser schwierigen Zeit wirklich stellen können“, betont der Kreischef.