Demker l Melissa Harenberg ist immer noch fassungslos. Nachdem die Kita Demker am Mittwoch vergangener Woche wegen der Corona-Infektion einer Erzieherin schließen musste, holte sie ihr Kind aus der Einrichtung ab und begann auf die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes zu warten. Die sollten nämlich am Donnerstag einen Corona-Test bei allen Kita-Kindern vornehmen.

Doch der Folgetag verging, aber niemand erschien in Demker. Auch die übrigen Familien warteten vergeblich, während in den anderen Dörfern die Tests bei den betroffenen Kindern vorgenommen wurden. Anrufe beim Gesundheitsamt des Kreises brachten Klarheit, aber im negativen Sinne. Demker sei schlicht vergessen worden, hieß es aus der Behörde, wie die Eltern berichten. Am Freitag werde es jedoch so weit sein.

Das Problem: Auch dann tat sich nichts. Nach weiterer Rücksprache mit der Behörde wurden die Eltern mit dem Hinweis auf personelle Engpässe auf Montag vertröstet und die Tests an diesem Tag schließlich vorgenommen.

Die Kreisverwaltung bestätigt auf Anfrage der Volksstimme, dass es bei den Testungen zu Verzögerungen gekommen sei. Jedoch dementiert Kreissprecherin Angela Vogel die Darstellung, wonach eine Gedankenlosigkeit der Mitarbeiter schuld daran sei. Vielmehr habe die Test-Panne eine andere Ursache: „Die Mitarbeiter haben keine Testung vergessen. Es ist richtig, dass nicht alle Kinder abgestrichen wurden. Sechs Kinder wurden erst am 2. November abgestrichen, weil infolge technischer Probleme diese Kinder nicht mehr auf der Liste enthalten waren.“

Zuvor hatten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes am 29. Oktober elf Kinder, die die Kita-Demker besuchen, aber in anderen Dörfern leben, abgestrichen. Drei Tests fielen positiv aus. Die Ergebnisse der am Montag vorgenommenen Tests lagen bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Die Kindertagesstätte öffnet wieder am 9. November.